Lange Nacht der Kirchen
Zwischen Mystik und Politik

Wiens Bischofsvikar Dariusz Schutzki besuchte die Präsentation der Katholischen Aktion im Erzbischöflichen Palais.
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  • Wiens Bischofsvikar Dariusz Schutzki besuchte die Präsentation der Katholischen Aktion im Erzbischöflichen Palais.
  • Foto: Stephan Schönlaub
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Seit Jahren ist „DER SONNTAG“ mit Wiens Bischofsvikar Dariusz Schutzki in der „Langen Nacht der Kirchen“ in Wien unterwegs. Ein kleiner Stadtbummel am 28. Mai.

Der heurige Ausgangspunkt des diesjährigen „Stadtbummels“ war um 18 Uhr die Präsentation der Katholischen Aktion unserer Erzdiözese Wien im Arkadenhof des Erzbischöflichen Palais. Im Gespräch mit dem Präsidenten der Katholischen Aktion, Walter Rijs, und KA-Generalsekretär Christoph Watz würdigte Schutzki das gesellschaftspolitische Engagement der Katholischen Aktion: „Ihr macht viel für den freien Sonntag, für bessere Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt, für eine fairwandelte Gesellschaft, für das Klima und für die Care-Arbeit.“ Schutzki sinnierte, frei nach einem Wort des Pastoraltheologen Paul Michael Zulehner: „Wer bei Gott eintaucht, taucht bei den Menschen auf.“

Weiter ging es in die Jesuitenkirche. Hier fand der „Feierabend“ – eine Abendandacht mit Musik – statt. An die fünfzig Frauen und Männer hatten sich in dieser herrlichen Barockkirche im Herzen von Wien eingefunden. Hier wurden alle Dimensionen der Pandemie im Gebet vor Gott gebracht. Die Nähe zu einem Theaterraum macht deutlich, worauf es den Gestaltern der Jesuitenkirche ankam: die geistigen Wahrheiten sinnlich erlebbar zu machen.

Mystik pur in St. Barbara
Bei der nächsten Station, St. Barbara in der Postgasse, wurde die Liturgie des heiligen Johannes Chrysostomos gefeiert. Mystik pur. Die Ikonen, östliche Gesänge aus der byzantinischen Tradition, Weihrauch und die Fremdheit der liturgischen Sprache „erfreuten mein Auge, meine Nase und meine Ohren“, sagte Schutzki zum SONNTAG. Die griechisch-katholische Zentralpfarre existiert seit 1784 und betreut alle in Österreich lebenden Katholiken des byzantinischen Ritus. Die Mehrheit der Gläubigen stammt aus der Ukraine. Ungewohnt leer war heuer die Bernardikapelle im Heiligenkreuzerhof. Sie ist ein Juwel des Hochbarock. In einer „normalen“ Langen Nacht der Kirchen ist diese Kapelle bis zum Bersten voll, während im Hof die berühmten Heiligenkreuzer Wildschweinwürstel verkauft werden.

Vorletzte Station war die Wanderausstellung Sprichwörding im „Quo vadis“. Die Ausstellung stellt einen jugendgemäßen Zugang zur Bibel mit Fokus auf das biblische Buch der Sprichwörter dar. Schutzki besichtigte auch die Pop-Up-Ausstellung „Wer in diesem Land die Arbeit macht“ im Zwettlerhof am Stephansplatz und erkundigte sich nach den „Tipps und Tricks fürs Pilgern“.

Mit einem Live-Einstieg bei radio klassik Stephansdom um 19.50 Uhr endete der Stadtbummel, und der Bischofsvikar kehrte in seine Pfarre St. Othmar Unter den Weißgerbern im 3. Wiener Gemeindebezirk zurück, wo die „Lange der Nacht der Kirchen“ für ihn weiterging. „Es war gut, dass wir trotz der Pandemie dieses Programm für die Menschen auf die Beine gestellt haben“, so sein Radio-Resümee.

Autor:

Stefan Kronthaler aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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