Kardinal Schönborn am Dreikönigstag
So wie Sterndeuter Gott in der Schöpfung erkennen

Kardinal Schönborn: "Was nützt die ganze Sternenkunde, wenn sie uns nicht zum staunenden Dank an den Schöpfer des Universums hinführt."
  • Kardinal Schönborn: "Was nützt die ganze Sternenkunde, wenn sie uns nicht zum staunenden Dank an den Schöpfer des Universums hinführt."
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Gott lässt sich in der Natur als Herr der Schöpfung erkennen und durch sie hindurch als persönliche Botschaft wahrnehmen. Von dieser Überzeugung getragen seien die biblischen Sterndeuter einem Himmelsphänomen gefolgt, das sie bis nach Bethlehem zur Geburt Jesu gebracht habe. Diesen Gedanken stellte Kardinal Christoph Schönborn in das Zentrum seiner Predigt am kirchlichen Hochfest der Erscheinung des Herrn.

Die Begegnung mit dem neugeborenen Christus habe bei den Heiligen Drei Königen zu einer übergroßen Freude geführt: "Und sie freuten sich mit großer Freude gar sehr", laute die wörtliche Übersetzung des Evangeliums, so der Wiener Erzbischof. In dieser nicht einfachen Zeit der Pandemie tue es gut, etwas von der Freude der Sterndeuter zu spüren, die den Stern als Botschaft Gottes zu deuten wussten, so der Kardinal.

Seltene Planetenkonstellation
Laut Schönborn gebe es durchaus Anhaltspunkte dafür, dass hinter der biblischen Erzählung über die drei Weisen aus dem Morgenland auch ein historischer Kern stecke. Gemeint seien damit wahrscheinlich Sterndeuter, die in ihrer vermutlichen Heimat Babylon im heutigen Irak ein Himmelsereignis wahrgenommen und auf einen neugeborenen König hin gedeutet hätten. In der Folge seien sie aufgebrochen, um diesem zu huldigen.

Bei diesem Himmelsphänomen könnte es sich um jene Planetenkonstellation gehandelt haben, die sich kürzlich am 21. Dezember, am Tag der Wintersonnenwenden, ebenfalls ereignet hat, so Schönborn weiter. Bei diesem sehr selten zu beobachtenden Planetenphänomen waren Jupiter und Saturn fast deckungsgleich und hätten somit in den Augen des Betrachters das Licht eines sehr hellen Sternes ergeben. Genau dasselbe Phänomen habe es im Jahr 7 vor Christus - dem wahrscheinlichen Geburtsjahr Jesu - gegeben.

"Ich bin fasziniert von der Astronomie, aber sehr reserviert gegenüber der Astrologie", sagte der Kardinal. Das von Gott geschaffene Universum drücke etwas über den Schöpfer selbst aus, und so könnten Phänomene in der Natur auch als persönliche Botschaften Gottes erfahren werden. Schönborn wörtlich: "Was nützt die ganze Sternenkunde, wenn sie uns nicht zum staunenden Dank an den Schöpfer des Universums hinführt. Ohne ihn wäre es nur eine unendliche Wüste von Gestirnen."

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Der SONNTAG Redaktion aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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