Klemens Maria Hofbauer-Jubiläum
Klemensweckerl und das „Momo“

Erste Weckerlbäcker: Redemptoristenpater Dominic O’Toole, Generalvikar Nikolaus Krasa, Schulamtsleiterin Andrea Pinz sowie Wiener Schülerinnen und Schüler.
  • Erste Weckerlbäcker: Redemptoristenpater Dominic O’Toole, Generalvikar Nikolaus Krasa, Schulamtsleiterin Andrea Pinz sowie Wiener Schülerinnen und Schüler.
  • Foto: Nikolaus Stockert
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Am 15. März vor 200 Jahren starb Klemens Maria Hofbauer, der „Stadtpatron von Wien“. In Erinnerung an seinen ursprünglichen Beruf als Bäcker gibt es die „Klemensweckerl“. 20 Cent pro verkauftem Weckerl gehen an das Kinderhospiz „Momo“.

Auf eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem Schulamt und der Bäckerinnung geht das „Klemensweckerl“ zurück. Die schon vor über 100 Jahren in Wien verbreitete Backtradition wurde von Bäckermeisterin Catherine Schrott in den 1990er-Jahren wiederentdeckt und wird seither stets um den 15. März gelebt. 110 Filialen der Bäckereien Felber, Mann, Grimm, Schrott, Szihn und Wannenmacher verkaufen heuer dieses „Klemensweckerl“. 20 Cent von jedem Weckerl gehen an das Kinderhospiz „Momo“, das derzeit 324 Familien mit schwerstkranken Kindern medizinisch und psychosozial betreut.

Klemens Maria Hofbauer (1751 bis 1820) war ein Prediger und Pionier in Sozialfragen und ist seit 1914 Patron der Bundeshauptstadt. In Zeiten der Aufklärung ist Hofbauer zum „Pfarrer von ganz Wien“ geworden und habe, als Seelsorger für alle Gesellschaftsschichten, u.a. das Wallfahrtswesen erneuert und wichtige Impulse für die Armenfürsorge gesetzt, betont P. Martin Leitgöb, der wie Hofbauer dem Redemptoristenorden angehört.

„Eine Art Role Model für junge Menschen“ ist Hofbauer nach der Beschreibung der Wiener Schulamtsleiterin Andrea Pinz. Kein Angepasster, sondern ein „visionärer Denker mit einem großen Herz“ sei der Heilige gewesen. Schule und Religionsunterricht wollen heute Kindern und Jugendlichen Anleitung für ein gutes, gelingendes und sinnerfülltes Leben geben und sie zur Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung motivieren. „Da passt Klemens“, verwies Pinz auf das „persönliche Wachstum“ und die Entwicklung des Stadtpatrons in dessen Biografie. An allen 800 Schulen Wiens wird in diesen Tagen im katholischen Religionsunterricht der Apostel Wiens thematisiert – u.a. mit einem professionell aufbereiteten Arbeitsheft über Hofbauers Leben und Wirken.

Autor:

Stefan Kronthaler aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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