Woher die Namen der Hl. Drei Könige stammen
Schatzmeister, König des Lichts, Beschützer

Dreikönigenschrein, Kölner Dom. Davidseite (rechte Seite, von Stirnseite aus gesehen)
  • Dreikönigenschrein, Kölner Dom. Davidseite (rechte Seite, von Stirnseite aus gesehen)
  • Foto: Trzech Kroli - wikipedia
  • hochgeladen von Wolfgang Linhart

Ihre Herkunft liegt im Dunkeln. Wir wissen nicht genau, woher die Hl. Drei Könige stammen, wann sie aufgebrochen sind, um dem Stern zu folgen, jenem Himmelszeichen, das sie in Unruhe versetzte. Im Evangelium heißt es nur, dass sie aus dem ,,Morgenland" kamen, womit man die Golfregion umschreiben könnte. Ihre Namen waren sechs Jahrhunderte hindurch nicht bekannt und kamen dann durch irische Glaubensboten in Gebrauch. Dass sie es mit der Übersetzung nicht so genau nahmen, hat der Beliebtheit der Hl. Drei Könige keinen Abbruch getan. Das persische Wort Caspar bedeutet ,,Schatzmeister", das hebräische Melchior  „König des Lichts" und das aramäische Balthasar  „Gott schütze das Leben des Königs".


Von den Sterndeutern zu den Sternsingern

Der Aufbruch der Sterndeuter ist für die Christen zum Symbol für ihre Suche nach dem Heil geworden. Man könnte auch sagen, sie waren die ersten christlichen Pilger. Sie begaben sich vertrauensvoll auf den Weg, zogen durch die Wüste und scheuten keine Mühe und Gefahr, um dem Kind in der Krippe zu begegnen.

Die „sterblichen Leiber der drei Weisen aus dem Morgenland" ruhten viele Jahrhunderte in Mailand, wohin sie von Konstantinopel gelangt waren. Nach der Zerstörung der Stadt 1164 kamen sie nach Köln. Bereits im 16. Jahrhundert griffen Schüler, Studenten und Handwerker auf sie zurück und zogen in der Zeit um Weihnachten von Haus zu Haus, um für ihr Singen Almosen zu bekommen. Heute noch werden vielerorts am Vorabend des Festes Wasser, Kreide, Salz und Weihrauch gesegnet. Während das geweihte Salz dem Brotteig einverleibt wurde, schrieb der Vater bisweilen mit der geweihten Kreide die Buchstaben C+M+B an die Tür, was mit den Anfangsbuchstaben der Namen der Könige erklärt wurde, aber den tiefen Sinn des „Christus mansionem benedicat" Christus segne dieses Haus beinhaltet.

Wie der Brauch des Sternsingens aber zur Dreikönigsaktion wurde, erfahren Sie hier!

Autor:

Wolfgang Linhart aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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