Welttag für Großeltern und Senioren
Die ältere Generation im Mittelpunkt

Ohne unsere engagierten Seniorinnen und Senioren würde es so manche kirchliche Angebote nicht geben, weil oft ehrenamtliches Engagement von der „Generation 60+“ getragen wird.
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Der neue „Welttag für Großeltern und Senioren“, künftig immer am 4. Sonntag im Juli begangen, rückt die ältere Generation in den Mittelpunkt der Seelsorge. Beatrix Auer, Leiterin der Seniorenpastoral, über diesen Welttag.

Der neue „Welttag für Großeltern und Senioren“, künftig immer am 4. Sonntag im Juli begangen, rückt die ältere Generation in den Mittelpunkt der Seelsorge.

Beatrix Auer
Beatrix Auer
Leiterin der Seniorenpastoral in unserer Erzdiözese

Beatrix Auer, Leiterin der Seniorenpastoral, über diesen Welttag.

  • Was bedeutet Ihnen der von Papst Franziskus ausgerufene neue „Welttag für Großeltern und Senioren“?

Beatrix Auer: Für mich ist dieser neue Welttag eine riesengroße Freude, weil es sehr wichtig ist, dass man gerade die ältere Generation wieder ganz besonders in den Blickwinkel der Kirche nimmt. Der neue von Papst Franziskus ausgerufene Welttag ist ein starkes Zeichen dafür, dass sowohl die jüngeren Senioren, die oft auch Großeltern sind, die fitten, aktiven, als auch die Pflegebedürftigen, die auf Hilfe angewiesen sind, oft auch von den Kindern und Enkelkindern, neu in den Mittelpunkt gerückt werden.

  • Was erhoffen Sie sich von diesem „Welttag“ für unsere Erzdiözese Wien? Was haben Sie vor in der Seniorenpastoral?

Wir haben in manchen Bereichen unserem Papst etwas vorgegriffen. Es gibt bei uns schon viele Angebote für Großeltern und Senioren. Es gab vor der Corona-Pandemie regelmäßige „Großeltern-Enkel-Wallfahrten“, es gab zum „Internationalen Tag der älteren Generation“ Segens-Gottesdienste für Senioren. Genau diese guten Traditionen werden wir weiterführen. Für den 25. Juli, dem heurigen „Welttag für Großeltern und Senioren“, werden wir uns etwas Besonderes einfallen lassen. Vielleicht eine große Messe im Stephansdom für Großeltern und Enkelkinder, vielleicht kleine Feiern in den Pfarren, natürlich unter Corona-Bedingungen.

  • Sind unsere Senioren genügend im Blickfeld der Seelsorge?

Es hat im Moment gerade Corona gezeigt, wie wichtig der Blick auf die seelsorgliche Begleitung der Senioren ist, weil Senioren nicht immer in der digitalen Welt zu Hause sind. Viele Pfarren setzen ganz viele Gottesdienst-Streaming-Angebote, aber oft kommen die ganz Alten nicht dazu, weil sie kein Internet zu Hause haben. Da fehlt manchmal der bewusste Blick auf die Lebenswirklichkeit der Senioren.

Ohne unsere engagierten Seniorinnen und Senioren würde es so manche kirchliche Angebote nicht geben, weil oft ehrenamtliches Engagement von der „Generation 60+“ getragen wird. Zugleich können viele unserer Senioren mit der digitalen Welt gut umgehen, sie halten Kontakt zu den noch Älteren. Es gibt ganz rührende Seniorenrunden-Leiterinnen und -Leiter, die Anrufe bei hochbetagten Menschen machen, sie selbst sind an die 70 Jahre alt und rufen 90-Jährige an, LIMA-Trainerinnen, die wöchentlich ihre Zetteln austeilen, damit Körper und Geist in Bewegung kommen.

Es wird viel getan, wir müssen genau auf die Lebenswelten hinschauen, Senioren nicht über einen Kamm scheren, denn dieses Alter umfasst eine Lebenswelt von 25 bis 30 Jahren.

  • Warum wurde der vierte Sonntag im Juli für diesen „Welttag“ ausgewählt?

Am 26. Juli feiern wir in der Kirche den Gedenktag von Joachim und Anna, den Großeltern Jesu. Deshalb ist der vierte Sonntag im Juli immer in der Nähe dieses Gedenktages. Großeltern waren schon für Jesus wichtig.

Die „Seniorenpastoral“ ist ein
Fachbereich der Kategorialen Seelsorge unserer Erzdiözese Wien.

Autor:

Stefan Kronthaler aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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