Kommentar: Die Kirche & ich
Warum die Stille heilig ist

Sich und anderen täglich zehn Minuten Stille zu schenken.
  • Sich und anderen täglich zehn Minuten Stille zu schenken.
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Wir sagen euch an den lieben Advent. . . Wir sagen euch an eine heilige Zeit.“ Wir stehen also in einer heiligen Zeit.

Heilig – das bezeichnet alles, was zu Gott gehört, die Heilige Schrift, das Heilige Land, die Heiligen. . . Darum ist es eine große Freude, dass die Lockdown-Maßnahmen und die Disziplin der Menschen Covid soweit heruntergebremst haben, dass wir wieder Gottesdienste besuchen können – heilige Feiern an heiligen Orten.

Es ist sogar noch besser: In einem heuer, was Weihnachtsfeiern und Punschstand-Besuche und sonstige besinnliche Happenings betrifft, ausgedünnten Advent haben wir eine bessere Chance als sonst, jenen „Ort“ der Heiligkeit wieder kennenzulernen, in dem alles anfängt: die Stille.

Die Frucht der Stille, so hat Mutter Teresa gesagt, ist das Beten. Die Frucht des Betens ist der Glaube, dessen Frucht das Dienen. Und die Frucht des Dienens ist der Friede. Mit der Stille fängt alles an. Die Stille in Marias Zimmer, in dem sie ihr Ja sagt, die Stille des Schlafes, in dem Josef im Traum Botschaften empfängt, die Stille im Stall – auf einmal vom Schreien eines Neugeborenen erfüllt, die Stille im Lager der Hirten, in die unvermutet der Engel eintritt und uns sagt, dass unser Erlöser da ist.

Stille halten heißt, unsere Seele zu Wort kommen zu lassen, jener Teil unseres Ichs, in dem Gott zu uns spricht. In der Stille zapfen wir unsere tiefsten Ressourcen an. Aber Stille (aus)halten fordert uns heraus. Wie gut, dass die Akademie für Evangelisation in Wien eine wunderbare Aktion gestartet hat: sich und anderen täglich zehn Minuten Stille zu schenken (www.stilleschenken.com).

Nicht nur im Advent, aber doch auch. In der heiligen, stillsten Zeit im Jahr

Autor:

Michael Prüller aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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