31. Weinviertelakademie
"Klimaschutz trifft einen wunden Punkt"

Katharina Rogenhofer

„Mutter Erde – Schöpfungsverantwortung konkret“, lautet das Thema der 31. Weinviertelakademie am 8. Oktober im Bildungshaus Großrußbach.

Bei der 31. Weinviertelakademie am 8. Oktober wird die Klimakrise unter dem Aspekt des je eigenen Handelns mit vielen praktischen Ansätzen beleuchtet. Unter dem Titel „Was ist uns Mutter Erde wert?“ wird die Sprecherin des Klimavolksbegehrens, Katharina Rogenhofer, über Verantwortung und aktive Teilnahme sprechen. Im Gespräch mit dem SONNTAG erläutert Rogenhofer die Herausforderung des Klimawandels.

  • Kommt die Rede auf das „Klima“, kommt es zu Meinungsverschiedenheiten. Warum?

Katharina Rogenhofer: Der Klimaschutz trifft einen wunden Punkt. Auf der einen Seite will niemand die Auswirkungen der Erderhitzung, samt Umweltkatastrophen und Wetterextreme zu spüren bekommen, auf der anderen Seite sind die tiefgreifenden Veränderungen, die es jetzt bräuchte, für die wenigsten vorstellbar. Wenn wir jedoch nicht weiterhin Waldsterben, Ernteausfälle und mehr Hitze- als Verkehrstote in Österreich verzeichnen wollen, müssen wir raus aus den fossilen Brennstoffen, die die Klimakrise anheizen.

  • Engagiert sich die katholische Kirche genug für den Klimaschutz?

Mit ihrer Unterstützung des Klimavolksbegehrens hat die katholische Kirche bereits einen großen Beitrag geleistet. Papst Franziskus hat sich offen für den Klimaschutz ausgesprochen. Dennoch müssen den Worten auch Taten folgen. Mutiger Klimaschutz muss nicht nur gedacht, sondern auch umgesetzt werden.

  • Welche Bedeutung hat für Sie die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus?

Mit der Natur und nicht gegen sie zu leben; es bedeutet für mich eine Politik, die nicht ausschließlich auf ökonomische Interessen eingeht, sondern Rücksicht auf das Klima und die Menschen nimmt. Nur wenn wir achtsam mit unserer Umwelt umgehen, können wir zukünftigen Generationen eine lebenswerte Zukunft ermöglichen.

  • Wie sieht ein mutiger Klimaschutz konkret aus?

Wir müssen unsere CO2-Emissionen drastisch reduzieren. Deshalb sprechen wir uns für ein verbindliches CO2-Budget ausgesprochen. Wie bei einem Finanz-Budget müssen wir gut mit unseren Emissionen haushalten und sie bis 2040 auf Null reduzieren. Außerdem muss klimafreundliches Handeln und Wirtschaften ermöglicht und leistbar werden.
Das alles steht in Verbindung mit einer ökosozialen Steuerreform, samt Energie- und Verkehrswende. Von dieser profitieren wir letztlich alle: denn dann können wir uns klimafreundlich fortbewegen, Energie wird aus erneuerbaren Quellen regional produziert und das alles schafft Arbeitsplätze.

Autor:

Der SONNTAG Redaktion aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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