Solidarität
Das Glück liegt auf den Rücken der Ziegen

Für die Frauen und ihre Familien sind die Ziegen ein Lichtblick. Corona hat vor allem die Ärmsten in Indien schwer getroffen.
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  • Für die Frauen und ihre Familien sind die Ziegen ein Lichtblick. Corona hat vor allem die Ärmsten in Indien schwer getroffen.
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Seit 50 Jahren ist der Arbeitskreis der Pfarre Hallein „Wir in der EINEN Welt“ aktiv. Zum runden Geburtstag sind Hühner und Ziegen Chancenbringerinnen in Indien.

In einem halben Jahrhundert ist einiges geschehen, denn Stillstand war beim Arbeitskreis rund um den Initiator Roman Anlanger nie angesagt. Der Schwerpunkt lag in Bolivien und Indien. Heute können die Tennengauer Engagierten sagen: Wir haben eine Schule in Indien. 2019 war der Ausbau abgeschlossen. 1.200 junge Menschen drücken heute im südindischen Vadipattty die Schulbank. „Bis zum 50er des Arbeitskreises wollten wir nicht inaktiv sei“, sagt Roman Anlanger und verweist auf das „women projekt“, einem Programm das vor allem Frauen im Blick hat. Warum? Das sei leicht erklärt, meint der Arbeitskreisgründer: Frauen sind es, die in indischen Familien die tragende Rolle zukommt. Profitieren sollten auch besonders bedürftige Menschen. Bei der Auswahl vertraute Anlanger auf den Laienorden „Sacred Heart of Jesus“, der schon bei der Schule ein bewährter Partner ist.

Ziegennachwuchs weitergeben

Die Unterstützung der Familien erfolgt nicht durch die Auszahlung von Geld, sondern die Übergabe von Ziegen und Hühnern. „Die Pandemie hat in Indien die untersten Gesellschaftsschichten sehr hart getroffen. Das Verkaufen von Ziegenfleisch kann die Haushaltskassen aufbessern. Mit den Familien ist aber auch vereinbart, dass sie Ziegenkitze weitergeben und so weiteren Menschen geholfen ist – damit soll ein Multiplikationseffekt eintreten.“ Bei den Hühnern handele es sich um eine Spezialrasse. Die Eier erzielten höhere als die ortsüblichen Preise. „Und sollte einmal eine Ziege, ein Huhn zweckentfremdet auf einem Teller liegen, ist es ja auch kein Problem“, meint Anlanger schmunzelnd. „Dann war es wenigstens eine gute Mahlzeit.“
Rund 15.000 Euro möchte der Arbeitskreis in das Projekt investieren. An die 10.000 Euro sind schon beisammen.

Weitere Infos zum Arbeitskreis der Pfarre Hallein „Wir in der EINEN Welt“ unter www.roman-anlanger.com

Für die Frauen und ihre Familien sind die Ziegen ein Lichtblick. Corona hat vor allem die Ärmsten in Indien schwer getroffen.
Ein Komitee erstellte eine Liste mit  Bedürftigen. Sie bekommen die Ziegen und Hühner.
Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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