Hochkarätige Schau eröffnet
„Museum am Dom“ startet mit Reliquienausstellung neu

Museumsdirektorin Barbara Taubinger mit Reliquien der Apostel Peter und Paul.
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  • Museumsdirektorin Barbara Taubinger mit Reliquien der Apostel Peter und Paul.
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Das „Museum am Dom St. Pölten“ – bisher: Diözesanmuseum – startete am 5. Mai neu durch: Nach mehrmonatiger Schließung und umfangreichen Adaptierungsarbeiten wird die erste Ausstellung eröffnet. Unter dem Titel „Himmlische Seelen. Knöcherne Juwelen“ thematisiert die umfangreiche Schau Reliquien und deren Verehrung. Coronabedingt gab es eine Verschiebung um ein Jahr auf 2021 und nun startet man nach dem Lockdown unter den Auflagen, die für österreichische Kultureinrichtungen gelten. Zu sehen ist die Ausstellung bis Ende Oktober.

Das Museum spürt dabei der Entwicklung der Reliqienverehrung von der Frühzeit des Christentums bis in die Gegenwart nach. Die seit Jänner 2020 amtierende Direktorin Barbara Taubinger meint, man könne verschiedene Zugänge haben: Einige würden Reliquien verehren, manche diese für ein Gruftkabinett erachten und bei anderen gebe es einfach Interesse daran. Jedenfalls versuche das Museum einen zeitgenössischen Zugang zu bieten. Die Ausstellung thematisiert daher auch, was uns heute heilig ist. Es sollen Schulen eingebunden werden und es gibt Videos mit Beiträgen aus den Pfarren zu sehen sowie mit Bischof Alois Schwarz und St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler.

Zu den Highlights der Schau zählen Reliquien von Diözesanpatron Hippolyt, das Kreuzreliquiar aus dem Stephansdom (Pazifikale), das bei Einführungen neuer Erzbischöfe verwendet wird, die Ganzkörperreliquie der heiligen Felicitas oder Reliquien bekannter und angesehener Heiliger. Heilige sind nach christlicher Vorstellung Mittler zwischen Himmel und Erde. Reliquien offenbaren sowohl eine Geschichte der Ausdrucksformen des Glaubens als auch der Identität, Sehnsucht und Hoffnung.

Neuerungen im Museum

Taubinger erklärte zum früheren Namensbestandteil „Diözesan“, dieses Wort werde heute nicht mehr unmittelbar verstanden und grenze ein. Das Haus solle ein „Schmuckstück“ in der kulturell aufblühenden niederösterreichischen Landeshauptstadt sein. Zu den Besonderheiten des Museums zählen laut Taubinger die kunsthistorisch reichen Bestände aus den Pfarren der Diözese sowie der umfangreiche Sammlungsbestand – betreut seit der Gründung im Jahr 1888. Infos zum Museum: www.museumamdom.at.

Museumsdirektorin Barbara Taubinger mit Reliquien der Apostel Peter und Paul.
Reliquie der heiligen Felicitas; eine Leihgabe aus der Basilika Sonntagberg.
Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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