Die Telefonseelsorge ist kostenlos, vertraulich und rund um die Uhr erreichbar.
Telefonseelsorge 142: Auch zu Weihnachten offenes Ohr

In der Weihnachtszeit und rund um den Jahreswechsel hat die NÖ-Telefonseelsorge mit dem Notruf „Hochsaison“. Ihre 78 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten 365 Tage im Jahr kostenlos, vertraulich und rund um die Uhr Beratung am Telefon, per Mail und Chat an. Dies gilt besonders in Krisenzeiten.

Die Anzahl der Kontaktaufnahmen belegt die Notwendigkeit des Notrufdienstes 142, betont Petra Schadenhofer, die seit heuer die NÖ-Telefonseelsorge leitet: „Heuer wurden bis Anfang Dezember 18.700 Beratungsgespräche geführt.“ 59 Prozent der Anrufer waren Frauen und 41 Prozent Männer. Die meis­ten der Kontaktsuchenden sind zwischen 40 und 70 Jahre alt und über zwei Drittel leben alleine. Die drei Hauptberatungsthemen sind „Einsamkeit“, zweitens das psychische bzw. körperliche Wohlbefinden und drittens Beziehungsprobleme.
An die Onlineberatung wenden sich vorwiegend jüngere Menschen: Die Beratungsform wurde 800-mal angefragt, wobei zwischen 17 und 21 Uhr der Sofortchat geöffnet ist; Mailanfragen werden spätestens innerhalb von 48 Stunden beantwortet. Kontakt: www.telefonseel­sorge.at.

Schadenhofer, die Psychotherapeutin und Gesundheitswissenschafterin ist, sagt: „Rund um Weihnachten ist die Sehnsucht nach Harmonie, Geborgenheit, Zuwendung und Zuversicht besonders groß.“ Die in dieser Zeit am Telefon geschilderten Probleme seien rund um Weihnachten nicht anders, aber emotional noch belastender als während des Jahres. Viele würden rund um die Weihnachtszeit Bilanz ziehen – dann werden unerfüllte Sehnsüchte bewusst. Lebensbrüche, der Verlust eines geliebten Menschen, Enttäuschungen, manches Scheitern, Konflikte mit den Kindern oder Beziehungsprobleme, Exis­tenzängste, finanzielle Notlagen und gesundheitliche Beeinträchtigungen werden deutlicher erlebt und überfordern gerade in der Weihnachtszeit. Zusätzlich laste die Corona-Situation mit ihren Auswirkungen auf Berufs- und Privatleben vielen Menschen schwer auf der Seele.
Die Telefonseelsorge 142 ist für all jene da, die sich belastet und erschöpft fühlen, voller Angst sind. Sie hat aber auch ein offenes Ohr für alle, die unter ihrer Einsamkeit leiden und sozialen Kontakt, ein menschliches Gegenüber und ein Gespräch suchen.

Der Angelpunkt ist immer die Lebenswelt der Anrufenden sowie ihr psychisches Befinden im Hier und Jetzt. Im Zentrum steht die Person mit ihren Interessen und Lebensumständen. Es wird versucht, die Anrufer zu unterstützen, wieder aus den dunklen Bereichen herauszufinden und neue Perspektiven zu entwickeln und Lebensmut und Zuversicht entstehen zu lassen.

Es zeige sich, dass in Krisen oft schon ein Gespräch hilft, um mit der Situation besser umzugehen, so Schadenhofer: „Wer redet, findet zu sich selbst. Voraussetzung dafür ist, sich akzeptiert und willkommen zu fühlen, einen Menschen als Gegenüber zu haben, der da ist und Zeit hat, zuzuhören.“ Und das leistet die Telefonseelsorge.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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