Wort zum Sonntag
Sag mir, wo du wohnst ...

Der Werbeslogan eines bekannten Möbelhauses lautet: „Wohnst du noch oder lebst du schon?“ Die eigene Wohnung, die eigenen vier Wände sind ein sehr persönlicher, privater Bereich. Er ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Da darf ich sein, wie ich wirklich bin. Ohne mich zu verstellen oder zu verstecken. Meine Wohnung kann ich so gestalten, wie ich möchte. Mit meinen Erinnerungsstücken, mit meinem Leben. Das ist mein Zuhause. Es ist geschützt, und ich kann jemanden einladen, wenn ich möchte. Oder auch nicht. Wenn jemand eingeladen ist, dann erfährt er mehr von mir, er hat Einblick in mein Leben. Ja, vielleicht auch einen Eindruck von meiner Persönlichkeit, von meinem Geschmack, von meinen Werten oder meinem Ordnungssinn. Abseits von meinem „öffentlichen“ Auftreten in der Arbeit, in der Stadt oder bei Veranstaltungen. Wer sieht, wie ich wohne, wie ich meine Wohnung gestalte, worauf ich Wert lege und was mir wichtig ist, lernt mich auf eine besondere Art und Weise kennen. Er erhält einen persönlichen Eindruck. Barrieren werden abgebaut, wir werden vertrauter.
Ähnliches erleben die Apostel, als sie Jesus sehen, wie er in der Öffentlichkeit wirkt, wovon er spricht. Als Johannes sie darauf hinweist, dass Jesus etwas Besonderes ist, werden sie neugierig. Sie möchten mehr von ihm erfahren und fragen: „Meister, wo wohnst du?“ Daraufhin lädt sie Jesus zu sich ein, damit sie ihn besser kennenlernen.
Auch wir erhalten jeden Gottesdienst den Hinweis: „Seht, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt!“ Jesus, der unsere Welt verändert hat, der uns ein Leben in Fülle versprochen hat, lädt uns ein zu sich, damit wir ihn besser kennenlernen, damit wir seine Nähe in unserem Leben spüren und uns von ihm berühren lassen. Er ist das Licht der Welt, das in jedem von uns wirken möchte und unser Leben verändert. Nehmen wir seine Einladung an und folgen ihm nach. Erzählen wir unsere Erfahrungen anderen weiter nach dem Motto: „Suchst du noch oder lebst du schon?“

Werner Simonitti ist Qualitätsbeauftragter und Ständiger Diakon

Autor:

Sonntag Redaktion aus Kärnten | Sonntag

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