Pfarre St. Severin
Gestohlene Monstranzen wieder aufgefunden

Wieder zu Hause: Die drei Monstranzen der Pfarrkirche St. Severin
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  • Wieder zu Hause: Die drei Monstranzen der Pfarrkirche St. Severin
  • Foto: LPD Wien, Bernhard Elbe
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Drei im Sommer 2018 in Wien gestohlene Monstranzen wurden von der Bundespolizei in Serbien sichergestellt und nach Wien zurückgebracht.

Während der Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Severin (Wien 18) wurden im Sommer 2018 drei Monstranzen und eine Schatulle mit insgesamt 47 Reliquienkapseln als gestohlen gemeldet. Das Bundeskriminalamt wurde informiert und setzte die wertvollen Objekte sofort auf internationale Fahndungslisten.

Glücklicherweise waren die Monstranzen aus der Bauzeit der Kirche und die Reliquien inventarmäßig, das heißt bildlich und schriftlich, im Kunstinventar der Pfarre erfasst. Das Referat für Kunst und Denkmalpflege erfasst die Kunstgegenstände zur Unterstützung der Pfarren der Erzdiözese Wien. Bei Verlust, Diebstahl oder Beschädigung ist diese Dokumentation die Basis für die Meldung an Polizei und Versicherung.

Durch die Zusammenarbeit des Referats für Kunst und Denkmalpflege mit dem Bundesministerium für Inneres, Abteilung Kulturgutfahndung unter der Leitung von Frau Min.Rätin Mag. Anita Gach, konnten schon in einigen Fällen die gestohlenen Kunstobjekte gefunden und an die Pfarren zurückgegeben werden. Besonders erfreulich ist, dass die Objekte weitgehend intakt geblieben und weder eingeschmolzen noch verändert worden sind.

Monstranzen werden restauriert

Zu Anfang des Jahres 2020 meldete die Bundespolizei die Sicherstellung von gestohlenen Objekten in Serbien. Auf Basis des Inventars der Pfarre und mit Hilfe des Referates für Kunst und Denkmalpflege der Erzdiözese Wien gelang die Identifikation und Zuordnung zum rechtmäßigen Eigentümer. Über den Verbleib der Reliquienkapseln herrscht zwar noch Unklarheit, aber die Monstranzen konnten – leicht beschädigt und ohne die – meist wertvollen Lunulae – nach Österreich zurückgebracht werden.

Mit großer Freude nahmen Rudolf Jezl aus der Pfarre St. Severin und der Pfarrvikar für den 18. Bezirk, Dr. Pawel Wladyslaw Malek, in Vertretung des Pfarrers die Monstranzen entgegen. „Es ist ein Wunder, dass die drei Monstranzen nach zwei Jahren aus dem Ausland wieder zurückgebracht werden konnten. Wir danken sehr herzlich allen beteiligten Behörden und ihren Vertretern“.

Die Diözesankonservatorin der Erzdiözese Wien, Mag. Elena Holzhausen, hat zugesagt, sich gemeinsam mit der Pfarre um die Restaurierung der liturgischen Gegenstände zu bemühen, um sie so rasch als möglich wieder in die religiöse Verwendung zu bringen.

Wieder zu Hause: Die drei Monstranzen der Pfarrkirche St. Severin
Übergabe der drei Monstranzen in der Pfarrkirche St. Severin: Vertreter/innen des Innenministeriums, der Polizei, der Pfarre und der Erzdiözese Wien.
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Der SONNTAG Redaktion aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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