Anekdoten: Heiter bis heilig
Wenn es Pater Wallner (fast) die Sprache verschlägt

Stargast Mutter Teresa wird von den Mönchen im Stift Heiligenkreuz herzlich begrüßt.
  • Stargast Mutter Teresa wird von den Mönchen im Stift Heiligenkreuz herzlich begrüßt.
  • Foto: Stift Heiligenkreuz
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Es war im März 1988. Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997), damals „nur“ Friedensnobelpreisträgerin, heute eine Heilige, besuchte Österreich. Der Zisterzienser P. Karl Wallner, heute Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, durfte sie einen Nachmittag lang im Auto chauffieren. Höhepunkt war die heilige Messe in der Stiftskirche von Heiligenkreuz. Danach wollten die Menschen zu Mutter Teresa. P. Karl erinnert sich: „Deshalb gibt es keine gescheiten Fotos von ihr und mir. Es gibt Mitbrüder, die an der Organisation dieses Besuchs nicht beteiligt waren, von denen es die tollsten Fotos mit ihr gibt. Von mir gib es nur eines, wie ich sie aus der Menge bringe und die Leute wegschiebe mit grimmigem Blick.“ Der damalige Abt P. Gregor Henckel-Donnersmarck meinte dazu, Pater Karl „verhafte“ Mutter Teresa.

Damit die Sicherheit der damals schon hochverehrten Frau gewährleistet war, sperrte man sie in der Klosterpforte ein und holte das Auto. Die Menschen drückten sich an die Fensterscheiben. P. Karl hatte das Gefühl, etwas sagen zu müssen, um die Wartezeit zu überbrücken, aber was? Dem sonst so schlagfertigen Ordensmann wollte nichts einfallen. Schließlich meinte er: „Mutter Teresa, heute ist der 15. März, das Fest des heiligen Klemens Maria Hofbauer, des Stadtpatrons von Wien.“ Den kannte sie natürlich nicht. Sie schaute aber auf und antwortete bescheiden: „Oh, that’s why there are so many people.” – „Oh, deshalb sind so viele Leute da.“

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Bernadette Spitzer aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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