Wolfgang Mazal neuer Laienrats-Präsident
Mit Freude katholisch sein

Vielfalt im katholischen Leben wünscht sich Laienratspräsident Mazal.
  • Vielfalt im katholischen Leben wünscht sich Laienratspräsident Mazal.
  • Foto: Christine Geserick
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Der Wiener Sozialrechtler Wolfgang Mazal wurde am 19. Juni zum neuen Präsidenten des Katholischen Laienrats gewählt. Im SONNTAG-Interview betont Mazal die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Tätigkeit. Und er erläutert, wie Laien noch mehr Stimme der Kirche in der Öffentlichkeit sein können.

Der Wiener Sozialrechtler Wolfgang Mazal wurde am 19. Juni zum neuen Präsidenten des Katholischen Laienrats gewählt. Im SONNTAG-Interview betont Mazal die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Tätigkeit. Und er erläutert, wie Laien noch mehr Stimme der Kirche in der Öffentlichkeit sein können.

  • Welche inhaltlichen Schwerpunkte wollen Sie als Präsident des Laienrates setzen?

WOLFGANG MAZAL: Als Schwerpunkt meiner Tätigkeit sehe ich, das Laienelement der Katholischen Kirche in Österreich in seiner enormen Bandbreite sichtbar zu machen. Das große Engagement von Laien und die Vielfalt von Formen und unterschiedlichen Gemeinschaften und Initiativen, in denen Laien gemeinsam unterwegs durch die Zeit sind, ist für die österreichische Gesellschaft von großer Bedeutung.

Es gerät allerdings in der Außenwahrnehmung der Kirche angesichts manch unerfreulicher Entwicklungen in der Vergangenheit immer wieder in Vergessenheit. Die Freude, katholisch zu sein, ist nur allzu oft überlagert.

  • Wie kann der Katholische Laienrat auf die Fragen und Zeichen der Zeit reagieren?

Im Katholischen Laienrat sind zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen engagiert, die je für sich aus ihrer Aufgabenstellung auf die Fragen und Zeichen der Zeit reagieren. Aufgabe des Laienrats ist, von einer übergeordneten Warte Stellung zu nehmen.

Dies ist beispielsweise in der Resolution der letzten Vollversammlung geschehen, in der wir zur Bewältigung aktueller sozialer Fragen nicht bestimmte Einzelmaßnahmen, sondern einen fundierten gesellschaftlichen Diskussionsprozess gefordert haben.

  • Welche Chancen verbinden Sie mit dem Katholischen Laienrat?

Ich sehe im Katholischen Laienrat die Chance, in der Gesellschaft das Laienelement der Kirche sichtbar zu machen, das die Kirche rein quantitativ prägt. Die Kirche gibt hunderttausenden Laien eine Heimat im Glauben, was viel zu wenig wahrgenommen wird. Kardinal Christoph Schönborn hat, wenn Katholiken einer Stellungnahme der Kirche in der Öffentlichkeit forderten, mehrfach darauf hingewiesen, dass auch Laien in der Öffentlichkeit Stimme der Kirche sein sollen. Die Präsenz des Laienelements der Kirche zu stärken, sehe ich als eine Chance für Kirche und Gesellschaft.

  • Wie kann sich der Laienrat innerkirchlich und außerkirchlich mehr Gehör verschaffen?

Ich gehe davon aus, dass der Katholische Laienrat und seine Mitglieder im synodalen Vorgang, der uns durch Papst Franziskus aufgetragen wurde, eingebunden sein werden und die Laien sich entsprechend einbringen werden. Außerkirchlich sehe ich es als wichtig an, dass Laien nicht nur zu innerkirchlichen Problemfragen befragt und gehört werden, sondern dass es gelingt, das aus dem Glauben gelebte Wirken von Laien in der Gesellschaft zu zeigen.

Wenn Katholizität nicht primär problembeladen, sondern in ihrer Vielfalt freudig erlebt wird, werden die vielfältigen positiven Impulse unserer Kirche für die Gesellschaft auch leichter sichtbar werden.

Mehr Information: laienrat.at

Autor:

Stefan Kronthaler aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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