200. Todestag des „Apostels von Wien“
Der heilige Klemens Maria Hofbauer und der Stephansdom

Die lebensgroße Statue von Klemens Maria Hofbauer im Stephansdom.
  • Die lebensgroße Statue von Klemens Maria Hofbauer im Stephansdom.
  • Foto: Markus A. Langer
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Klemens Maria Hofbauer, dessen Todestag sich am 15. März zum 200. Mal jährt, ist mit dem Stephansdom durch seine Lebensgeschichte in besonderer Weise verbunden. Dem will die Domkirche mit einer Festwoche vom 8. bis 15. März, in der unterschiedliche Bereiche des Lebens und Wirkens des „Apostels von Wien“ hervorgehoben werden, entsprechen – in liturgischen Feiern wie in sozial-karitativen und gesellschaftsfördernden Veranstaltungen.

Klemens Maria wurde an einem 26. Dezember, dem Patrozinium der Wiener Domkirche, geboren (1751, Taufname Johannes). Als junger Bäckergeselle war er Ministrant im Stephansdom. Vor dem Dom kam es zur lebensentscheidenden Begegnung von Klemens Maria mit drei begüterten Damen, deren Unterstützung dem Bäcker das Theologiestudium ermöglichte. In Wien war Klemens Maria ab 1808 bis zu seinem Tod tätig, zuerst als Aushilfspriester an der Minoriten-Kirche, ab 1813 als Rektor der im Stephaner Pfarrgebiet gelegenen Kirche St. Ursula. Von hier aus entfaltete der Redemptoristen-Pater eine Seelsorge, in deren Zentrum die Feier des Bußsakraments und der Predigtdienst standen. Zudem bemühte er sich um die Individual-Seelsorge in Form von Hausbesuchen. Bald war Klemens Maria so bekannt, dass man ihn als Apostel von Wien bezeichnete. Am 15. März 1820 verstarb Klemens Maria Hofbauer während des mittägigen Angelus-Gebets in seiner Wohnung in der Seilerstätte unweit des Doms.


Als sich das Riesentor selbst öffnet

Das Ende seines irdischen Lebens führte Klemens wieder in den Stephansdom. Die Legende berichtet, dass, als sein Leichnam in feierlichem Zug zum Dom getragen wurde, das Riesentor – welches zu durchschreiten sonst nur zu allerhöchsten Anlässen möglich war – sich wie von selbst geöffnet haben soll, um ihn, den Apostel von Wien, zu empfangen. Die anschließende Begräbnismesse für den einfachen Ordenspriester gestaltete sich zu einer lichterfüllten Triumphfeier mit abertausenden Teilnehmern, die der Dom gar nicht alle fassen konnte. Der Seligsprechung von Klemens Maria Hofbauer im Jänner 1888 folgte seine Heiligsprechung am 20. Mai 1909; seit 1914 wird er als Patron der Stadt Wien verehrt.


Klemens Maria Hofbauer-Festwoche

Sonntag, 8. März
17:00 Uhr: Luzernar und feierliche Vesper zur Eröffnung der Festwoche mit Regens Richard Tatzreiter und den Priesterseminaristen

Donnerstag, 12. März

17:00 Uhr: Mit dem hl. Klemens Maria im Garten Getsemani – Ölbergandacht an der Hand eines Heiligen, mit Pfarrer Andreas Kaiser

Freitag, 13. März

12:00 Uhr: Klemens-Messe mit den Wiener Bäckern und Konditoren, mit Dompfarrer Toni Faber
17:00 Uhr: Kreuzweg mit Passions-Gedanken des hl. Klemens Maria, verfasst von P. Hans Hütter CSsR, mit Dompfarrer Toni Faber
19.30 Uhr: Orgelkonzert mit Musik aus Böhmen und Mähren; an den Orgeln des Stephansdoms: Domorganist Ernst Wally

Samstag, 14. März

10:00 Uhr: Der Heilige und seine Stadt – Spaziergang zu den Wirkstätten des hl. Klemens Maria, mit Bezirksvorsteher Markus Figl
12:00 Uhr: Klemens Maria-Feier der heimatvertriebenen Südmährer, mit em. Domdekan Prälat Karl Rühringer
13:00 Uhr: Festmahl für die Armen von Wien (Zählkarten!)
16:30 Uhr: „Wien bleibt Wien“ – Die Bundeshauptstadt und ihr Apostel. Unterhaltsamer Nachmittag, nicht nur für Senioren: Buchteln, Strudel und andere Köstlichkeiten aus Böhmen; böhmische Musik und Wiener Schmäh mit Thomas Dolezal und Freunden (im Curhaus, Stephansplatz 3)

Sonntag, 15. März | 200. Todestag des hl. Klemens Maria Hofbauer

9:00 Uhr: Kindermesse: „Leben im Himmel – wie Klemens Jesus als Quelle des Lebens erfahren hat“, mit Dompfarrer Toni Faber (in der Unterkirche)
10:15 Uhr: Hochamt zu Ehren des Stadtpatrons von Wien mit P. Koordinator Johannes Römelt CSsR, P. Generalsuperior Michael Brehl CSsR und Generalvikar Nikolaus Krasa
17:00 Uhr: Lichterprozession und feierliche Vesper
18:00 Uhr: Festgottesdienst mit Weihbischof Pavel Konzbul - Diözese Brünn, Heimatdiözese von Klemens Maria Hofbauer - und Dompfarrer Toni Faber

Autor:

Stefan Kronthaler aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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