Sinnvolle Zukunft mit neuen Trägern
Rückzug aus NÖ-Pfarrkindergärten

Eine gute Lösung wird angestrebt.
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  • Foto: Harald Schneider/apapicturedesk
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Die 9 pfarrlichen Kindergärten im niederösterreichischen Gebiet der Erzdiözese Wien sollen bis Herbst 2022 in neue Trägerschaft übergeben werden.

Die derzeit von der Erzdiözese gegebenen Finanzhilfen laufen dann aus. Das hat vor kurzem der Wirtschaftsrat der Erzdiözese beschlossen.

In den vergangenen Jahren hat sich immer deutlicher herausgestellt, dass private Kindergärten aufgrund der Fördersituation im Land Niederösterreich gegenüber Kindergärten der öffentlichen Hand nur mehr in Ausnahmefällen konkurrenzfähig sind.

Schon vor Jahren mussten deshalb die Pfarrkindergärten der Diözese St. Pölten und die Kindergärten der Caritas aufgegeben bzw. an die öffentliche Hand weitergegeben werden. Die Erzdiözese Wien hat aus diesem Grund ihre noch verbliebenen neun Pfarrkindergärten in Niederösterreich jährlich mit einem sechsstelligen Betrag aus Kirchenbeitragsmitteln unterstützt und vor fünf Jahren zusätzlich eine Million Euro für bauliche Sanierungsmaßnahmen bewilligt, die nicht mehr aus den Einnahmen der Kindergärten bestritten werden konnten.

Der finanzielle Bedarf der Pfarrkindergärten wäre aber wesentlich höher. Der Sprecher der Erzdiözese, Michael Prüller: „Die Kosten dafür sind weder den Kirchenbeitragszahlern noch den Eltern zuzumuten.“ Eine sinnvolle Zukunft der Standorte in pfarrlicher Trägerschaft ist somit mittelfristig nicht mehr gegeben.

Die Erzdiözese ist bemüht, den Übergang für die Kinder, die Eltern und das Personal so schonend wie möglich zu gestalten. Daher garantiert sie für weitere zwei Jahre die Zuschüsse und damit die Arbeit der Kindergärten.

In dieser Zeit sollen die Erhalter – die Pfarren – mit möglichen Partnern oder Nachfolgern Gespräche aufnehmen, wobei die öffentliche Hand hier an erster Stelle in Frage kommt.

Bis zum Sommer 2021 soll die Zukunft jedes einzelnen der neun niederösterreichischen Standorte feststehen, damit die Eltern ein weiteres Jahr Zeit haben, sich auf die neue Situation einzustellen.

Autor:

Der SONNTAG Redaktion aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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