Wissen Sie es?
40 Tage lang ,vegan‘ gelebt

Das "Eierpecken" ist zu Ostern ein beliebter Brauch unter Kindern und Jugendlichen. Bei wem die Eierschale bricht, der muss sein Ei dem "Gegner" überlassen. - Wobei die Farbe Rot an den Kreuzestod Christi erinnert aber auch recht praktische Gründe hat.
  • Das "Eierpecken" ist zu Ostern ein beliebter Brauch unter Kindern und Jugendlichen. Bei wem die Eierschale bricht, der muss sein Ei dem "Gegner" überlassen. - Wobei die Farbe Rot an den Kreuzestod Christi erinnert aber auch recht praktische Gründe hat.
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  • hochgeladen von Wolfgang Linhart

Zum Osterfest ist es Tradition, Freunden und Verwandten ein meist rotes Osterei zu schenken. Doch woher kommt der Brauch?

In der christlichen Theologie gilt das Ei als Symbol der Auferstehung. Christus habe das Grab und damit den Tod durchbrochen wie ein Küken die Schale seines Eis, betonte schon der hl. Augustinus. Wobei die frühen Christen die Eier rot färbten, um an das Blut Jesu zu erinnern. Oft ist das Ei auch auf Marienbildern als Hinweis auf die jungfräuliche Geburt zu finden. Und es gilt als Symbol neuer Kraft und neuen Anfangs.

Wie wurde es zum „Osterei“?

Das hat einen ganz praktischen Hintergrund, der in den christlichen Fastengeboten zu finden ist. So wie in der orthodoxen Kirche auch heute noch, war den Christen bis ins Mittelalter in der Fastenzeit der Verzehr von Fleisch, Eiern und Milchprodukten verboten. Sie lebten also 40 Tage lang „vegan“. In dieser Zeit legten die Hühner aber weiter fleißig Eier, die gesammelt und, um sie länger haltbar zu machen, hart gekocht wurden. Um sie von frischen Eiern zu unterscheiden, wurden sie mit Zwiebelschalen oder Wurzeln gefärbt. Oft in mehreren Etappen – so entstanden unterschiedliche Farben.
     Im Mittelalter gab es die Tradition der Abgabe von "Zins- und Antlaßeiern". Dabei mussten die Kleinbauern den Grundherren (auch Lehensherren genannt) die Steuern und Abgaben am Gründonnerstag mit Eiern bezahlen. Später entstand daraus der Brauch, diese Tradition des „Eierverschenkens“ auch auf Kinder und Freunde, denen man die im Ei innewohnende Fruchtbarkeit und Lebenskraft übertragen wollte, auszuweiten. Und bis heute werden die „Ratschenkinder“ mancherorts am Karsamstag mit Eiern „belohnt“.

Autor:

Wolfgang Linhart aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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