Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Monster unterm Bett

Kaum dass er einschlief, verfolgte ihn schon der Albtraum: Ein fürchterliches Monster soll unter seinem Hochbett liegen. Er wachte auf und hatte das Gefühl, dass sich das Monster bewegt. Vor Angst gelähmt, verbrachte er die ganze Nacht damit, auf jedes Geräusch zu achten. Umsonst versuchte der Arzt, den Armen mit dem Vernunftargument zu beruhigen, dass es keine Monster gäbe. Auch Schlafmittel halfen nicht weiter und noch weniger die kostspieligen Akupunkturen. So landete der Mann schließlich beim Psychoanalytiker. Dieser verstand einiges von Hypnose und empfahl zwanzig Sitzungen. Aber schon nach zwei Sitzungen kam der Mann nicht mehr. Neugierig geworden, was da geschehen war, suchte der Professor den Geplagten auf, um sich nach seinem Zustand zu erkundigen. „Ach wissen Sie“, sagte der Mann, „nach der zweiten Sitzung bei Ihnen habe ich meinen Pfarrer getroffen und ihm meine Ängste anvertraut. Er fragte mich, wie mein Bett aussähe. ‚Es ist ein Hochbett‘, entgegnete ich. ‚Sägen Sie die Beine des Bettes ab und legen Sie die Matratze auf dem Boden. Dann kann das Monster unmöglich unter Ihr Bett kriechen‘, empfahl er mir. Gesagt, getan. Seit diesem Tag schlafe ich wieder bestens.”Konkurrenz für die Witzkolumne? Nicht nur: Die Kurzgeschichte sagt, dass die einfachsten Lösungen oft die besten sind!

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TIROLER Sonntag Redaktion aus Tirol | TIROLER Sonntag

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