Rückblick auf 2021
Das Jahr in Erzdiözese und Welt im Zeitraffer

Priesterweihe: Am 29. Juni empfing der Lungauer Rupert Santner von Erzbischof Franz Lackner die Pries­terweihe. 
Erzbischof Lackner selbst wurde 2021 vor 30 Jahren zum Priester geweiht und 65 Jahre alt.
2Bilder
  • Priesterweihe: Am 29. Juni empfing der Lungauer Rupert Santner von Erzbischof Franz Lackner die Pries­terweihe.
    Erzbischof Lackner selbst wurde 2021 vor 30 Jahren zum Priester geweiht und 65 Jahre alt.
  • Foto: RB/Franz Neumayr
  • hochgeladen von Ingrid Burgstaller

Rückschau auf ein Jahr, in dem Menschen trotz der Pandemie nach vorne schauen – mit vielen Jubiläen und Hilfsaktionen.

von Monika Hölzl

JÄNNER: Zerstörung brachte ein Erdbeben in Kroatien Ende Dezember 2020 in mehreren Kleinstädten. „Häuser der Hoffnung bauen“ ist die prompte Antwort von „Bauern helfen Bauern – Salzburg“ rund um Doraja Eberle. Das Holzkreuz aus der Pfarre Siezenheim blieb übrigens samt Kapelle vom Erdbeben verschont.

„Ein Wochenende für Moria“ war das Motto eines Protestcamps auf dem Salzburger Mozartplatz. Bischof Glettler und Erzbischof Lackner sprachen sich für die Aufnahme von Flüchtlingen als „Erste-Hilfe-Leistung“ aus.

Erwin Konjecic wird neuer Leiter des Schulamtes der Erzdiözese Salzburg.

FEBRUAR: Die Internetseite www.pfarrgemeinderat.at ist mit den neuesten Nachrichten und Infos zur PGR-Wahl 2022 online.

Empört über die nächtliche Abschiebung von drei Schülerinnen und ihrer Familien in Niederösterreich spricht sich Erzbischof Lackner als Vorsitzender der Bischofskonferenz dafür aus, rechtskonforme Lösungen für Härtefälle zu finden.

Das Gesetz für den verpflichtenden Ethikunterricht für alle, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen wird beschlossen.

Fastenzeit: Die kfb lässt sich von der Pandemie keinen Strich durch die Rechnung machen. Bei Fastensuppenaktionen von Pfarren gibt es köstliche Suppen im Glas.

Das Team vom „Offenen Himmel – Infopoint Kirchen“ bietet Passanten ein „Aschenkreuz to go“ an und im Flachgau werden in mehreren Pfarren Fastentücher mit Impulsen verteilt.

Herbert Wallmannsberger wird neuer Vorsitzender des Pastoralrates der Erzdiözese Salzburg.

Das Kapuzinerkloster in Salzburg bekommt mit Bruder Hans Pruckner einen neuen Guardian.

MÄRZ: Die Sonntagsruhe ist 1.700 Jahre alt – Kaiser Konstantin der Große führte sie im alten Rom ein.Papst Franziskus ruft das Jahr des heiligen Josefs aus. Auf www.eds.at gibt es dazu Impulse, Fürbitten, Gebete und ein Begleitheft zum Ausdrucken.

Das Liturgiereferat der Erzdiözese verteilt zudem 10.600 Grußkarten zum Namenstag von Josef, Fini, Sepp und Josefa.

Den Papst-Leo-Preis für besondere Verdienste um die Katholische Soziallehre erhält in diesem Jahr Josef „Pepo“ Mautner. Bis zu seiner Pensionierung war er Geschäftsführer des Bereichs „Gemeinde und Arbeitswelt“ in der Katholischen Aktion Salzburg.

Das Tourismusreferat der Erzdiözese Salzburg gibt Tipps für Ostern coronakonform zu feiern und lädt mit spirituellen Impulsen zum Lesen oder Hören zum Emmausgang ein.

Erzbischof Franz Lackner weiht im Salzburger diese Männer zu Diakonen: Ernst Aigner (Pfarre Salzburg-Taxham), Thomas Huber (Wals), Stefan Mair (Kirchbichl), Georg Mayr-Melnhof (Salzburg-St. Vitalis), Jürgen Rauscher (Kirchbichl), Herbert Sturm (Anthering) und Ruben Weyringer (Wald im Pinzgau).  

Am 30. März 2021 verstirbt Karl Roithinger, langjähriger Chefredakteur des Rupertusblatts, völlig unerwartet im 63. Lebensjahr. Die stellvertretende Chefredakteuerin Ingrid Burgstaller übernimmt die Redaktionsleitung. Im Dezember wird sie die erste Chefredakteurin in der 76-jährigen Geschichte der Wochenzeitung der Erzdiözese.

APRIL: Mit seinen „Seppi und Rupi“-Videos unterstützt Diakon Rupert Santner Erstkommunionskinder und ihre Familien zu Hause bei der Vorbereitung.

Die Österreichische Bischofskonferenz intensiviert den Austausch mit der Politik. Nach einem Arbeitstreffen von Erzbischof Lackner mit Bundespräsident Alexander van der Bellen folgen Spitzentreffen mit Parteien.

Karin Muttenthaler, Umweltreferentin der Erzdiözese Salzburg, erinnert an das Reaktorunglück in Tschernobyl vor 35 Jahren.

Die Caritas Salzburg erweitert ihr Demenz-Service-Angebot auf den gesamten Tiroler Teil der Erzdiözese Salzburg.

MAI: Zum ersten Mal in seiner Geschichte wird das Kapuzinerkloster in Salzburg renoviert.

Die ehemalige Präsidentin der Katholischen Aktion, Luidtgard Derschmidt wird 80 Jahre alt.

Die Lange Nacht der Kirchen findet statt – mit Live-Streams und Online-Programm.

Nach drei Jahren Planung beginnen die Bauarbeiten für den neuen Borromäumspark in der Stadt Salzburg.

Caritas und Land Salzburg stellen eine fachlich noch breitere Ausbildung für Pflegeberufe vor.

JUNI: Erzbischof Lackner weiht den Volksaltar der Wallfahrtskirche Maria im Mösl in Arnsdorf. Die Renovierung dauerte sieben Jahre.

Als erster Salzburger Erzbischof feiert Lackner eine Fronleichnamsprozession rund um den Petersdom.

Der Salzburger Dom bietet auf neuen Audioguides drei Touren durch das Gotteshaus an.

Seit 40 Jahren werden aus Medjugorje Marienerscheinungen gemeldet. Am 24. Juni 1981 soll die Gottesmutter „Seherkindern“ zum ersten Mal erschienen sein.

Zu Peter und Paul weiht Erzbischof Lackner Rupert Santner im Salzburger Dom zum Pries­ter. Es ist die erste Priesterweihe seit vier Jahren.

Rupert und Virgil in Gold mit Stern am Band – die ranghöchs­te Auszeichnung der Erzdiözese Salzburg erhielt Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

JULI: Erzbischof Lackner kritisiert EU-Parlament für die mehrheitliche Annahme des Matic-Berichts. Abtreibung als Gesundheitsmaßnahme und Menschenrecht einzustufen sei ethisch unhaltbar und würde das ungeborene Kind entwürdigen, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Neupriester Rupert Santner feiert Primiz in Mariapfarr.

Die Benediktiner-Gemeinschaft im Stift St. Peter nimmt Stephan Friedel als neuen Novizen auf. Er trägt den Ordensnamen Fr. Bartholomäus. Ein weiterer Grund zur Freude: Fr. Placidus legt seine Ewigen Gelübde ab.

Der ehemalige Regens des Priesterseminars, Prälat Egon Katinsky, feiert seinen 90. Geburtstag und sein 65-jähriges Priesterjubiläum.

AUGUST: Das Rupertusblatt verlässt nach fast 20 Jahren die Büroräume in der Kaigasse 8. Die neue Adresse lautet Kapitelplatz 6. Im dritten Stock über der Dombuchhandlung wird ab sofort Zeitung gemacht.

Das Müllnerbräu wird 400 Jahre alt. Die Benediktinerabtei Michaelbeuern ist immer noch zur Hälfte Miteigentümer.

Mariapfarr freut sich über die Heimkehr der „Schönen Madonna“. Sie galt lange als verschollen und fand nun über viele Umwege als Kopie zurück in die Wallfahrtsbasilika Mariapfarr.

SEPTEMBER: Acht Monate nach einem Gewölbeeinsturz kann nach der Renovierung in der Pfarrkirche Landl wieder Gottesdienst gefeiert werden.

Der 52. Eucharistische Weltkongress in Budapest findet mit einem Jahr Verspätung statt.

Mit dem Rupertusfest bietet die Erzdiözese Salzburg neben dem bekannten Kirtag einen tiefer gehenden Zugang zum Fest des Diözesanpatrons Rupert.

Das Katholische Bildungswerk feiert in St. Virgil in Salzburg-Aigen 75. Geburtstag.

OKTOBER: Der Film „Marko Feingold – ein jüdisches Leben“ kommt in die Kinos.

Im Salzburger Dom bezahlen Touristen Eintritt. Für Betende bleibt der Dombesuch gratis.

Kardinal Christoph Schönborn besucht das vom Krieg gezeichnete Syrien. Er fordert einen „Marshall-Plan“ für den Wiederaufbau des Landes.

Das Team des Jugendzent­rums IGLU der Katholischen Aktion sammelt 1.000 Unterschriften für den Fortbestand der Einrichtung. Sie sollte mangels finanzieller Unterstützung zugesperrt werden.

Prälat Balthasar Sieberer, ehemals Seelsorgeamtsleiter der Erzdiözese und derzeit Rektor des Borromäums, wird 80 Jahre.

Erzbischof Lackner weiht zwei angehende Priester zu Diakonen und einen Kandidaten zum Ständigen Diakon. Weiters sendet er vier Frauen und einen Mann als Pastoralassistenten. Zudem weiht er in Thalgau einen Volksaltar; Weihbischof Hansjörg ist zur Altarweihe in Bischofshofen.

NOVEMBER: Welttag der Armen: Die Initiative „ArMut teilen – Parscher für Parscher“ in der Stadt Salzburg hilft seit zehn Jahren Bedürftigen.

Die Stiftsmusik St. Peter feiert 25-Jahr-Jubiläum.Bruder Thomas Hessler OSB wird neuer Leiter des Europaklosters Gut Aich in St. Gilgen. Der langjährige Prior Pater Johannes Pausch tritt einen Schritt zurück.

DEZEMBER: Die Katholische Jugend Österreich setzt sich mit einem Sternchen in ihren Texten für mehr Geschlechtergerechtigkeit ein.

Nach der Aufhebung des Verbots des assistierten Suizids durch den Verfassungsgerichtshof hat die Bundesregierung ein neues Sterbeverfügungsgesetz beschlossen. Entgegen des breiten Widerstands von Bischöfen und kirchlichen Einrichtungen dürfen künftig Sterbeverfügungen errichtet werden. In Ordensspitälern und kirchlichen Pflegeeinrichtungen soll der neuen Gesetzeslage mit noch mehr Begleitung begegnet werden.

Synodaler Prozess

„Gehen wir gemeinsam“ rief Papst Franziskus alle auf, sich am Synodalen Prozess zu beteiligen. Herauszufinden gilt es damit, wie es gelingen kann – bei aller Unterschiedlichkeit – aufeinander zu hören, Gemeinschaft zu leben und Menschen als Kirche Beheimatung zu bieten. In der Erzdiözese Salzburg lautet das Motto „Gib dem Glauben eine Stimme“. Mit Fragebögen, Gesprächsangeboten und Diskussionsrunden wird die Meinung der Salzburgerinnen und Salzburger erhoben. Im Einander-Zuhören soll klar werden, was der Heilige Geist in der heutigen Zeit will. Die österreichischen Bischöfe laden in einem Hirtenbrief zur Beteiligung ein – Erzbischof Franz Lackner wendet sich zusätzlich in einem eigenen Hirtenbrief an die Gläubigen seiner Diözese.

Zu den deutschsprachigen Teilnehmern beim Start-Wochenende in Rom gehörte der Theologe Markus Welte aus Salzburg.

Aus den Antworten wird das „Synodale Schlussdokument“ entstehen, das Erzbischof Franz Lackner an die Bischofskonferenz weiterleiten wird. Das Dokument wird auf www.eds.at/synodale-kirche veröffentlicht werden und fließt gemeinsam mit Berichten aus der ganzen Welt direkt in die Bischofssynode im Oktober 2023 in Rom ein.

Priesterweihe: Am 29. Juni empfing der Lungauer Rupert Santner von Erzbischof Franz Lackner die Pries­terweihe. 
Erzbischof Lackner selbst wurde 2021 vor 30 Jahren zum Priester geweiht und 65 Jahre alt.
72 Stunden ohne Kompromiss hieß es Mitte Oktober nach einem Jahr Pause wieder für zahlreiche Jugendliche in der Erzdiözese. Egal ob beim Müllsammeln im Pongau (Bild), im Seniorenheim, beim Zaunreparieren oder Kochen für Bedürftige – voller Einsatz war garantiert.
Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen