Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Mehr und Weniger
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Politische Entscheidungen sind zu hinterfragen, überhaupt, wenn es um die Würde und die Sicherheit der Menschen geht. Politik muss dienen. Politische Entscheidungen und Gesetze sind keine Dogmen, sie menscheln. Dass ab Juli Asylwerber zu gemeinnütziger Arbeit verpflichtet werden, halte ich für gut. Denn auch sie sind von uns Beschenkte. Dass sie dafür einen Anerkennungsbeitrag von 1,60 Euro pro Stunde bezahlt bekommen, halte ich für armselig. Bei 30 Stunden pro Woche ergibt das einen Wochenlohn von 48 Euro, gerade genug, um eine Arbeitshose und ein Shirt zu kaufen. Das Trinkgeld für meinen Barber, auf den ich nicht verzichten möchte und für die „fremden“ Dienstleistenden, die nahezu alle Arbeiten tun, die von den Unsrigen nicht mehr getan werden, ist hoffentlich höher als diese fixierte Minimalzuwendung. Und was ist mit den „Privilegierten“ ohne Arbeit, die vom Sozialstaat finanziert werden und ihn ausreizen und mit jenen, die unser Land als kriminelle Drehscheibe ihrer Korruptheit missbrauchen? „Besser einer, der arbeitet, als einer, der vornehm tut“, heißt es im biblischen Buch Jesus Sirach im 2. Jhd. vor Christus. Weniger Undurchsichtigkeit, aber mehr Anerkennung.
P. Karl Schauer OSB
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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