UNTER_UNS - P. Karl Schauer OSB
BEICHTEN
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Das Sakrament der Buße, das verdrängte Sakrament. Die Äußerung: „Ich habe keine Sünden“ zeigt, dass die Beichte beschäftigt. Sie wurde missbraucht von den Beichtvätern und verdrängt von uns, die wir Gott und uns nichts zumuten. Es braucht Mut, die Schuld zu benennen, die Sünde als Sünde zu erkennen. Sünde ist immer ein Aufbäumen gegen Gott, ein Verschweigen Gottes und die Demütigung des Menschen. Wenn Gott nicht mehr ist, ist auch die Sünde nicht, und der Zufall des Unerträglichen wird zum Maßstab des Lebens. Die Sünde muss benannt werden, sonst bleibt sie Vermutung und Vergiftung. Um die Wahrheit der Sünde muss gerungen werden, nicht aber um die Barmherzigkeit Gottes und seine Bereitschaft, sich uns auszuliefern. Der Beichtvater ist kein Therapeut, kein Psychologe, kein Lebensberater, er ist Werkzeug der Liebe und der Versöhnung Gottes. Er hat den Sündern zu vermitteln: Gott steht auf deiner Seite! Er liebt dich so, wie du bist! Und es gibt keine Sünde, die er nicht vergibt und kein Scheitern, das keinen Neuanfang möglich macht. Es gibt viele Wege der Umkehr. Die Osterbeichte bleibt ein besonderer Weg, seinem Kreuzestod und seiner Auferstehung Konturen zu geben.
P. Karl Schauer OSB
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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