„Mariä Aufnahme in den Himmel“
„Großer Frauentag“ im ganzen Land
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Festliche Gottesdienste und Wallfahrten prägen das Hochfest „Mariä Aufnahme in den Himmel“, den „Großen Frauentag“ am bzw. um den 15. August in den Marienwallfahrtsorten des Burgenlandes.
Eine Terminübersicht:
Bad Sauerbrunn
17 Uhr Messfeier mit Kräutersegnung im Kurpark; anschließend Pfarrfest
Deutschkreutz
10 Uhr hl. Messe mit Blumenund Kräutersegnung
Dürnbach
14. August: 18:30 Uhr Fatimafeier mit Mag. Johann Karall und der Tamburizzagruppe Skupčina
15. August: 8:45 Uhr deutsches Hochamt mit Mag. Johannes Pratl; 10 Uhr kroatisches Hochamt mit Ortspfarrer Mag. Branko Kornfeind und Predigt von Diakon Mag. Willibald Jandrisits; 15 Uhr Marienandacht
Eisenstadt Oberberg
10:15 Uhr Festlicher Gottesdienst mit Mag. Andreas Stipsits; musikalische Gestaltung mit Orgelmusik und Trompeten
Frauenkirchen
Heilige Messen um 7, 8:30 und 11:30 Uhr; 10 Uhr Festgottesdienst mit Kardinal László Németh, Erzbischof von Belgrad; 13 Uhr heilige Messe in ungarischer Sprache; 219. Fatimafeier (18:15 Uhr), 19 Uhr heilige Messe und Primizsegen mit Neupriester P. Mag. Adam Bergmann ofm, anschließend Lichterprozession zum Kalvarienberg
Jois
10 Uhr Festmesse bei der Spittelwaldkapelle mit Segnung und Erwerb der Kräuterbuschen. Anschließend Gelegenheit zum Mittagessen. Fußwallfahrer aus Jois und Winden: Auszug aus der Pfarre Jois (7:30 Uhr) Pfarrkirche und Auszug aus der Pfarre Winden (8 Uhr) Treffpunkt beim Ortsende. Vorsteher: Dechant Karl Opelka
Kleinfrauenhaid
9:30 Uhr Festgottesdienst mit Dechant Harald Schremsner; ab 11 Uhr Frühschoppen und Pfarrfest im Pfarrgarten
Krensdorf
10 Uhr Messfeier mit Kräutersegnung
Lockenhaus
10 Uhr heilige Messe in der Pfarrkirche mit Kräuterbuschensegnung – liebevoll gebundene Kräuterbuschen können gegen eine freie Spende erworben werden
Loretto
13. August: 16 Uhr Kinder- und Familienwallfahrt
14. August: 20 Uhr Vorabendmesse und Lichterprozession
15. August: heilige Messen um 6:30, 7:30, 11:30 und 18:30 Uhr; 10 Uhr Festmesse mit Diözesanbischof Dr. Ägidius J. Zsifkovics; Marienandachten um 15 und 16:30 Uhr
Maria Bild am Weichselbaum
10 Uhr heilige Messe; anschließend Pfarrfest
Maria Bründl in Dörfl
10 Uhr Messfeier im Freien bei der Wallfahrtskapelle Maria Bründl mit Hauptzelebrant Dechant Michael Brien, musikalische Gestaltung durch den Musikverein Dörfl
Maria Weinberg
14. August: 20 Uhr Vorabendmesse mit Dechant GR Mag. Karl Schlögl (19 bis 20 Uhr Beichtgelegenheit), musikalische Umrahmung: Pinkataler Chor, anschließend Lichterprozession
15. August: Beichtgelegenheit ab 7 Uhr, 7:30 Uhr Frühmesse in deutscher Sprache mit Dechant GR Mag. Karl Schlögl, 8:30 Uhr heilige Messe in kroatischer Sprache mit Dipl. Theol. Marko Zadravec, 10 Uhr Festmesse mit Generalvikar MMag. Michael Wüger, Mitwirkung: Musikverein Eberau unter der Leitung von Mag. Andreas Csencsits, 11:30 Uhr heilige Messe in ungarischer Sprache mit Mag. János Schauermann; 14 Uhr Marienandacht gestaltet von Dr. Anneliese Steindl
Neckenmarkt
8:30 Uhr hl. Messe mit Blumenund Kräutersegnung
Neudörfl
10 Uhr Wortgottesfeier mit Kräutersegnung
Ollersdorf
14. August: 20 Uhr Lichterprozession – Treffpunkt in der Wallfahrtskirche, danach Andacht
15. August: 8 Uhr Beichtgelegenheit bei der Kirche, 8:30 Uhr Eu-charistie-Feier in kroatischer Sprache, 9:30 Uhr Eucharistie-Feier in deutscher Sprache; 16 Uhr Marienlob in der Wallfahrtskirche
Pöttsching
10 Uhr Messfeier mit Kräutersegnung
Rattersdorf
15. August: 9 Uhr kroatischer Gottesdienst für die Wallfahrer aus Unterpullendorf, 10 Uhr deutsches Hochamt mit Kaplan Lic. Zoltán Csiki, 15 Uhr ungarische Messe mit Pfr. Zoltán Kirner und den Wallfahrern aus Kőszeg und Pfr. Zoltán Kirner
16. August, Wallfahrtstag der Kroat. Geresdorfer – „Kroatentag“: 10 Uhr kroatisches Hochamt für alle lebenden und verstorbenen Einwohner von Kroat. Geresdorf, 14 Uhr Marienandacht und Verabschiedung der Wallfahrer
Sigless
10 Uhr Messfeier mit Kräutersegnung
Stoob
„Lob auf die Schöpfung“ – Kräutersegnung mit Lesung und musikalischer Umrahmung (Thomas Frühstück, Klavier) um 17 Uhr in der romanischen Bergkirche; im Anschluss Agape. Es werden Kräutersträußchen und Lavendelprodukte zum Kauf angeboten – der Reinerlös dient der Erhaltung der Bergkirche
Mariazell
14. August: 16 Uhr feierliche Marienandacht, 18 Uhr Rosenkranzgebet, 18:30 Uhr Vorabendmesse und große Lichterprozession (20:30 Uhr) zum Hochfest Mariä Himmelfahrt, musikalische Mitgestaltung durch das Blechbläsersensemble „Sine Nomine“ aus Karlsruhe, Deutschland
15. August: Heilige Messen um 8, 11:30 und 18:30 Uhr; Wortgottesdienst um 16 Uhr; 10 Uhr Festmesse musikalisch gestaltet durch das Blechbläserensemble „Sine Nomine“ aus Karlsruhe, Deutschland; 14 Uhr feierliche Marienandacht, 18 Uhr Rosenkranz, 20:30 Uhr Lichterprozession
Mariä Himmelfahrt verstehen
Der 15. August ist einer der wichtigsten Marienfeiertage der Kirche. Was gefeiert wird und warum das Fest auch in der Orthodoxie große Bedeutung besitzt.
Mariä Himmelfahrt zählt zu den bedeutendsten Festen des Kirchenjahres und ist in Österreich zugleich gesetzlicher Feiertag. Offiziell trägt es den Namen „Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel“. Gefeiert wird die Überzeugung, dass Maria nach dem Ende ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde.
In der Bibel findet sich dazu keine ausdrückliche Aussage. Dennoch gehört diese Lehre zu den verbindlichen Glaubensüberzeugungen der katholischen Kirche. Papst Pius XII. erhob sie 1950 zum bisher letzten katholischen Dogma. Darin wird festgehalten, dass die Gottesmutter Maria nach Vollendung ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen wurde.
VERGLEICH MIT CHRISTI HIMMELFAHRT
Häufig wird Mariä Himmelfahrt mit Christi Himmelfahrt verglichen. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass Christus aus eigener Kraft zum Vater emporsteigt, während Maria von Gott in den Himmel aufgenommen wird. Im Lateinischen wird dies durch die Begriffe „Ascensio Christi“ (Aufstieg) und „Assumptio Mariae“ (Aufnahme) deutlich unterschieden.
Die Ursprünge des Festes reichen bis in die frühe Kirche zurück. In der Ostkirche wurde es bereits im Jahr 431 eingeführt. In der römischen Kirche wird die Aufnahme Mariens in den Himmel seit dem 7. Jahrhundert gefeiert, im deutschsprachigen Raum seit dem 9. Jahrhundert. Seit Jahrhunderten prägt das Fest die Frömmigkeit vieler Gläubiger. Heute begehen zahlreiche Marienkirchen am 15. August ihr Patrozinium.
„ENTSCHLAFUNG“ NENNEN ES DIE ORTHODOXEN
Auch in den orthodoxen Kirchen besitzt das Fest einen hohen Rang. Dort spricht man bis heute von der „Entschlafung Mariens“. Die Gottesmutter wird als „Panagia“, als „Allerheiligste“, verehrt. Dem Fest geht ein 14-tägiges Marienfasten voraus, das mit besonderen Gottesdiensten und Gebetszeiten begangen wird.
Das orthodoxe Fest der „Entschlafung Mariens“ entspricht dem katholischen Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel. Beide Traditionen betrachten das gleiche Glaubensgeheimnis, setzen jedoch unterschiedliche Akzente. Während die westliche Kirche die Aufnahme Mariens in den Himmel hervorhebt, betont die östliche Tradition stärker ihr Sterben und den Übergang in die Herrlichkeit Gottes. Diese Unterschiede zeigen sich auch in den jeweiligen Darstellungen: In der westlichen Kunst steht häufig die Aufnahme Mariens im Mittelpunkt, während orthodoxe Ikonen Maria auf dem Sterbebett zeigen, umgeben von den Aposteln, während Christus ihre Seele empfängt.
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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