Neustart für Jungschar-Geschäftsführerin
Dem Himmel noch ein bisschen näher

Teresa Seiwald war zweieinhalb Jahre lang Geschäftsführerin der Katholischen Jungschar. Jetzt zieht sie auf 3277 Meter Seehöhe.  | Foto: Walter Hölbling
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  • Teresa Seiwald war zweieinhalb Jahre lang Geschäftsführerin der Katholischen Jungschar. Jetzt zieht sie auf 3277 Meter Seehöhe.
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Teresa Seiwald liebt Herausforderungen. Ihre nächste liegt auf 3.277 Metern Seehöhe.

Zweieinhalb Jahre war Teresa Seiwald Geschäftsführerin der Katholischen Jungschar in der Diözese Innsbruck. Jetzt geht‘s noch höher hinaus: Als Hüttenwirtin des Brandenburger Hauses in den Ötztaler Alpen wird sie zu einer der höchstgelegenen Gastgeberinnen Österreichs. „Jetzt bin ich dem Himmel noch ein bisschen näher“, schmunzelt die 30-jährige, die sich immer wieder nach neuen Herausforderungen sehnt. „Ich habe immer schon gewusst, dass ich das einmal ausprobieren will.“

Hochalpines Leben
Auf 3.277 Meter Seehöhe auf schroffem Fels mitten im Gletschergebiet errichtet, ist das Brandenburger Haus, das zur Berliner Sektion des Deutschen Alpenvereins gehört, kein Ausflugsziel für den Sonntagnachmittag. „Alle drei Zustiege zur Hütte sind herausfordernd und sollten nur mit Seil und hochalpiner Erfahrung gegangen werden“, erklärt Seiwald. Schnell auf einen Kaffee vorbeischauen wird hier keiner, dennoch wird ihr nicht langweilig werden.
Bis zu 2.500 Nächtigungen zählt das Haus, das nur knapp drei Monate geöffnet ist, weiß Teresa Seiwald vom Vorpächter. Kochen für bis zu 60 Personen, die Zimmer und Gasträume auf insgesamt fünf Stockwerken sauber halten, die Kompostiertoiletten warten – genug Herausforderungen für das vierköpfige Team. „Das Wasser beziehen wir von einem Schneefeld oberhalb der Hütte“, erzählt sie. Jedes Jahr müsse die Leitung neu verlegt werden. Duschen gibt es keine, bei anhaltend schlechtem Wetter müsse Strom gespart werden,
der aus der hauseigenen PV-Anlage kommt.

Mut und Gottvertrauen
Viele Leute bewundern Teresas Mut, sich auf dieses Wagnis einzulassen. „Aber eigentlich braucht jeder junge Mensch, der sich selbstständig macht, eine große Portion Mut“, sagt sie. Was sie bei der Jungschar gelernt habe, könne sie jetzt gut brauchen: Wie leitet man ein Team, wie können Konflikte gelöst werden, wie führt man größere Gruppen? Was sie sich vor ihrer Jungscharzeit nicht zugetraut hätte, geht sie jetzt an. Mit einer ordentlichen Portion Mut, Pioniergeist und Vertrauen, dass alles gut wird. Erfahrung mit dem Leben auf Berghütten hat sie genug, oft hat sie im Sommer auf der Nürnberger Hütte im Stubaital mitgearbeitet.

Volles Programm
Zu Teresas Gästen zählen: Teilnehmer:innen von Hochtour- und Gletscherkursen, Bergführer:innen mit kleinen Gruppen. Menschen, die viele Stunden auf Stein, Schnee und Eis unterwegs sind, um die Dahmannspitze, den Fluchtkogel oder die Weißkugel zu besteigen. Aber in Teresa Seiwald schlägt auch ein musikalisches Herz.
Die begeisterte Musikantin freut sich auf ein bereits ausgebuchtes Volksmusik-Seminar im Juli und auf die Volkstanzgruppe Vent, die ein paar Volkstänze auf der Terrasse zum Besten geben wird. „Meine Schwegel und mein Hackbrett nehme ich auf jeden Fall mit auf die Hütte“, freut sich Teresa auf den einen oder anderen musikalischen Abend. Denn auch für persönliche Begegnungen und gemütliches Beisammensein will sie sich Zeit nehmen, so wie das auch bei der Jungschar der Fall war. Nicht weit hergeholt ist daher auch, dass sie bereits einen Termin für einen Berggottesdienst fixiert hat: Am 8. August wird der frühere Jungscharseelsorger und „Bergpfarrer“ P. Peter Rinderer eine Bergmesse am Brandeburgerhaus feiern.

Walter Hölbling

Teresa Seiwald war zweieinhalb Jahre lang Geschäftsführerin der Katholischen Jungschar. Jetzt zieht sie auf 3277 Meter Seehöhe.  | Foto: Walter Hölbling
Das Brandenburger Haus in den Ötztaler Alpen.  | Foto: Sebastian Scheichl
Teresa Seiwald vor dem Brandenburger Haus.  | Foto: Sebastian Scheichl
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TIROLER Sonntag Redaktion aus Tirol | TIROLER Sonntag

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