Ehemaliges Bildungshaus Marillac
Offene Türen für Vertriebene

Sr. Pauline Thorer, Pfarrerin Silke Dantine und Hausleiter Florian Stolz im Erstaufnahmezentrum im Haus Marillac in Innsbruck.
  • Sr. Pauline Thorer, Pfarrerin Silke Dantine und Hausleiter Florian Stolz im Erstaufnahmezentrum im Haus Marillac in Innsbruck.
  • Foto: Hölbling
  • hochgeladen von Walter Hölbling

Zuflucht und Geborgenheit für ein paar Tage oder Wochen: Dafür steht derzeit das Haus Marillac in Innsbruck. Zum Erstnaufnahmezentrum für Menschen aus der Ukraine umfuntkioniert, herrscht im ehemaligen Bildungshaus reger Betrieb.

„Gestern sind 60 Menschen weitergereist, heute sind 70 bei uns angekommen“, erzählt Hausleiter Florian Stolz vom ISD Innsbruck. Manche bleiben nur eine Nacht, um anschließend in andere Länder weiterzureisen, andere bleiben, bis für sie eine Unterkunft in Tirol gefunden wurde.

Perfekte Infrastruktur

„Ein so schönes Haus haben wir noch nie gehabt“, freut sich Stolz. Es gibt Büros für die Flüchtlingskoordination, am Empfang werden die Daten der Flüchtlinge aufgenommen. Zimmer für Familien stehen bereit, in den ehemaligen Seminarräumen stehen Feldbetten. Die Sanitäranlagen funktionieren, das Haus ist nicht abgewohnt, weil es nur wenige Monate leer gestanden ist.Vielseitige Hilfe. „Es ist das, was wir in dieser Situation tun können: Raum zur Verfügung stellen“, sagt Generaloberin Sr. Pauline Thorer, Generaloberin der Barmherzigen Schwestern. Aber die Unterstützung geht weit darüber hinaus: Der Hausmeister des Konvents sorgt dafür, dass die Haustechnik funktioniert. Das nahe gelegene Sanatorium stellt Ärzte stundenweise für die medizinische Versorgung der Flüchtlinge zur Verfügung.

Freiwillige helfen

Viele Menschen wollen helfen, bringen Sachspenden vorbei oder bieten ihre Dienste an. Die evangelische Pfarrerin Silke Dantine hilft bereits tatkräftig mit, eine Frau informiert sich gerade darüber, welche Unterstützung gebraucht wird. Sie fragt für eine Gruppe sozial engagierter Freunde, die ihre Hilfe angeboten haben.In den Gesichtern der Menschen im Haus spiegeln sich Dankbarkeit und Sorge gleichermaßen. „Tirol ist ein sehr schönes Land“, sagt Konstantin, der vor kurzem aus der Ukraine hier angekommen ist. Er wird weiterreisen in die Schweiz, will später aber wieder zurückkommen. Es sind aber vor allem Frauen und Kinder, die im Haus Marillac ankommen.

Autor:

Walter Hölbling aus Tirol | TIROLER Sonntag

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