Dank und kein Abschied
Auf zu neuen Abenteuern

Lustig und wortgewandt – im Fasching gab Christina Repolust (r.) Anekdoten aus dem Diözesan-Alltag zum Besten.
  • Lustig und wortgewandt – im Fasching gab Christina Repolust (r.) Anekdoten aus dem Diözesan-Alltag zum Besten.
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  • hochgeladen von Ingrid Burgstaller

29 Jahre stand Christina Repolust im Dienst der Erzdiözese Salzburg. Mit ihrer Pensionierung verlässt sie zwar ihr Büro im Seelsorgeamt in der Gaisbergstraße – an allzu viel Ruhe und Entspannung ist bei der gebürtigen Osttirolerin jedoch nicht zu denken.

von Michaela Hessenberger

Salzburg. Journalistin, Öffentlichkeitsarbeiterin, Fotografin, Betriebsrätin, Frauen-Bestärkerin, Netzwerkerin, Ratgeberin, Germanistin, Lehrerin, Vortragende, Expertin für Bücher, Bibliotheken sowie das Lesen – und seit wenigen Tagen Pensionistin: Chris-tina Repolust hat ihr Talent und ihr Wissen beinahe drei Jahrzehnte für die Menschen in der Kirche Salzburgs und Tirols eingesetzt.

Wertvolle Impulsgeberin für Frauen

Im Podcast „Auf Brot und Wein“ spricht sie darüber, wie sie ihre Berufsjahre in der katholischen Kirche als geschiedene und wiederverheiratete Frau empfunden hat. Ob sie sich ausgeschlossen gefühlt hat? „Auf jeden Fall angeschaut“, sagt sie.

Starke Frauen, die ein selbstbestimmtes Leben führen, imponieren ihr. Wenn die gerade in Pension gegangene Referentin für Bibliotheken und Leseförderung über Kinderbücher spricht, fallen sofort die Namen dreier großer Autorinnen: Mira Lobe, Chris-tine Nöstlinger, Astrid Lindgren. Letztere zeige mit Figuren wie Pippi Langstrumpf oder Ronja Räubertocher, was Unabhängigkeit sei und bewirken könne.

Dass Frauen einander die Rücken stärken und offen über vermeintliche Tabuthemen wie Gehälter sprechen, war und bleibt ihr Anliegen. „Als Betriebsrätin habe ich mich dafür eingesetzt, dass alle Sekretärinnen in eine angemessene Gehaltsstufe kommen“, sagt sie. Im Allgemeinen sei es wichtig, über Geld zu sprechen – allein deshalb, weil Frauen noch besser lernen müssten, ihre Gehälter klug zu verhandeln.

Radio Christina und die Tramezzini

Durchaus bekannt ist Christina Repolust für ihre oft sehr treffenden Kommentare. Weil es bei der erzdiözesanen Faschingsfeier – freilich außerhalb der Pandemiezeiten – zwar nicht ausschweifend, dafür gediegen-lustig zugeht, verstand Repolust es regelmäßig, ihre Kolleginnen und Kollegen sowie selbstverständlich auch die Vorgesetzten mit flotten Sprüchen aufs Korn zu nehmen.

Wenn im Propsteystüberl, dem Schauplatz des alljährlichen Betriebsfaschings, „Radio Christina“ am Programm stand, verlas Repolust im Nachrichtenstil Neuigkeiten aus der Diözese, die sie mit jenem ihr eigenen Wortwitz würzte, der manchmal erst bei genauem Nachdenken seine Wirkung entfaltet. Kurzum: Christina Repolust versteht es, charmant und pointiert für Lacher zu sorgen. Chancen dazu lässt sie selten aus.

Apropos Feiern – als Betriebsratsvorsitzende kämpfte sie nicht nur für die guten Arbeitsbedingungen aller, sondern auch darum, dass bei den Festen der Angestelltenvertretung alle gut versorgt waren. Deshalb gab sie italienischen Weißbrotecken – Tramezzini – gerne den Vorzug. Und weil sie weiß, dass die Rupertusblatt-Redaktion gelegentlich auch eine Stärkung nötig hat, gibt es immer wieder selbstgebackenen Kuchen für das Team.

Den Leserinnen und Lesern der Kirchenzeitung bleibt Christina Repolust als Autorin und Kolumnistin erhalten. Auch Deutsch als Zweitsprache lehrt sie weiterhin, Bibliothekarinnen und Bibliothekaren bleibt sie verbunden. Ruhestand? Die gebürtige Osttirolerin lacht. „Fad wird mir ganz sicher nicht“ – zur Freude so vieler, die sie schätzen.

Podcast  „Auf Brot und Wein“ mit Christina Repolust

Christina Repolust hören: In „Auf Brot und Wein“, dem Podcast der Erzdiözese Salzburg, spricht sie über 29 Jahre im Dienste der Erzdiözese, Lustiges und nachdenklich Machendes, über das Scheitern und Erringen. Die Folge ist ab 21. Jänner auf www.eds.at, sowie auf Spotify oder iTunes kostenlos abrufbar.

Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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