Salzburger Hochschulwochen
Smarte Sommerbrise

Theologische Themen behandelt der Obmann der Salzburger Hochschulwochen, Martin Dürnberger, in eigens gedrehten Clips.
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  • hochgeladen von Ingrid Burgstaller

Hochschulwochen in Salzburg einmal anders. Die Coronapandemie stellte Obmann Martin Dürnberger vor die Herausforderung: absagen oder Alternativen erarbeiten? Heraus kam ein buntes Spektrum an Videos und Podcasts.

Die Salzburger Hochschulwochen (SHW), eine jährliche Sommeruniversität im Herzen der Mozartstadt, finden seit 1931 statt. Die einzige Unterbrechung: 1939 bis 1945, als das nationalsozialistische Regime die Abhaltung der Veranstaltung verbot.Unerwartet stand Martin Dürnberger, SHW-Obmann, heuer coronabedingt vor der Entscheidung, die Sommeruni erstmals seit der NS-Zeit abzusagen oder kreative Alternativen zu finden. Schon bald entstand die Idee, die Veranstaltung in die Weiten des Internets zu verlegen und dort mit Videos und Podcasts ein wenig Hochschulwochenatmosphäre in die Wohnzimmer der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu bringen, denn: „Absagen war eigentlich keine Option“, so Dürnberger.

Botschaft umgedreht: Das Ändern leben

Verschiedene Referenten beschäftigen sich im Zuge des Programms mit dem heurigen Motto „Du musst dein Leben ändern“. „Dieser Aufruf, sein Leben ändern zu müssen, ist heute vielfältig präsent. Du darfst nicht stehen bleiben, du musst deine Lebensgewohnheiten ändern, du musst Kalorien tracken und Schritte zählen. Solche Sätze kennen wir zur Genüge“, sagt Dürnberger.„Was uns vom Team der SHW bei dem von Goethe stammenden Satz irritiert hat, ist der Imperativ; der Aufruf, immer etwas ändern und verbessern zu müssen.“ Thematisch beschäftigen sich die Beiträge nun nicht nur mit der Botschaft, das Leben zu ändern, sondern auch das Ändern zu leben.

Auch Videos zu verschiedenen Themen

So spricht Dürnberger in einer Podcastfolge mit dem Salzburger Universitätsrektor Hendrik Lehnert: „Wir werden als Universität noch mehr als bisher die neuen, großen Themen der Zeit in unseren Forschungskanon integrieren – wobei es entscheidend ist, dass all das interdisziplinär geschieht“, äußert sich Lehnert darin zur Zukunft der Universität Salzburg. Und weiter: „Universitäten müssen sich heute behaupten, in der Gesellschaft und im Konkurrenzkampf untereinander. Es ist ein Kampf um die besten Köpfe – hier ist ein extremer Wettbewerb entstanden.“Über Änderung auf physischer Ebene spricht Dürnberger mit der Neurowissenschafterin Belinda Pletzer, ebenfalls Professorin an der Salzburger Universität. Ihr Gespräch dreht sich um die Antibabypille und ihre Wirkungen auf den weiblichen Körper. Pletzer hebt dabei hervor, dass die Pille auch 60 Jahre nach ihrer Zulassung nur teilweise gut erforscht ist: „Sie ist sehr gut erforscht, wenn es um körperliche, teilweise physische Nebenwirkungen geht; zur Frage, ob die Pille auch Einfluss auf das Gehirn hat – dazu gibt es nur 15 Studien!“
Dass es nicht das erste Mal vorkommt, dass es eigene Audioaufnahmen für die SHW gibt, erwähnt Martin Dürnberger schmunzelnd: „Vor Jahrzehnten wurden schon Vorträge aufgezeichnet – allerdings damals noch auf Schallplatten.“ Neben 17 Podcastfolgen hat der Obmann in Kooperation mit Studienassistent Richard Frasl auch verschiedene Videos produziert. Herausgekommen sind fachliche Beiträge zu theologischen Themen, Stadtspaziergänge zu für die Hochschulwochen historisch bedeutenden Orten, aber auch Clips, die benediktinische Perspektiven auf das heurige SHW-Thema werfen.

Tipp: Festgottesdienst zum Abschluss der SHW am So., 9. 8., 10 Uhr im Salzburger Dom.Weitere Infos und kostenlose Anmeldung: www.salzburger-hochschulwochen.at

Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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