Religionsunterricht
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Im Meditationsraum eine Verschnaufpause vom stressigen Schulalltag nehmen – das eröffnet der Religionsunterricht den jungen Menschen am Gymnasium in Saalfelden.
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  • Im Meditationsraum eine Verschnaufpause vom stressigen Schulalltag nehmen – das eröffnet der Religionsunterricht den jungen Menschen am Gymnasium in Saalfelden.
  • Foto: RB/Heinrich
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Zur Ruhe kommen. Danke – dieses Wort hört Religionslehrer Chris-tian Heinrich immer wieder, wenn er mit Schülerinnen und Schülern aus dem Meditationsraum kommt. Seit zwei Jahren gibt es das Angebot des In-sich-Gehens am Bundesgymnasium Saalfelden.

Stilleübungen hat Christian Heinrich im Religionsunterricht immer wieder eingebaut. „Doch ich merkte, das ist zu wenig.“ Da kam es gerade recht, dass im Internat die Mansarde für einen Meditationsraum zur Verfügung stand. Direktion und Elternverein unterstützen Heinrichs Vorhaben. Der Pädagoge hat eine Meditationsleiter-Ausbildung, kann auf reichlich Praxis und Begegnungen wie mit Bruder David Steindl-Rast zurückgreifen – der Benediktiner-Mönch und Mystiker hat in vielen Ländern der Erde Menschen in Meditation und Gebet unterrichtet. Erfahrung sei wichtig, es gehe ja nicht nur um darum, im Kreis zu sitzen. „Ich gebe Impulse oder stelle Fantasiereisen zusammen.“ So können die jungen Leute ihre „innere Welt“ wahrnehmen und inmitten eines Schulalltags, der Leistung und Energie abruft, innehalten.

Es tut den jungen Leuten gut

Am Gymnasiumstandort Saalfelden spielt Sport eine große Rolle – unter anderem hat Erfolgsbiathletin Lisa Hauser hier die Schulbank gedrückt. „Mich freut es sehr, dass gerade die Sportschülerinnen und -schüler den Ort der Ruhe so schätzen“, freut sich Heinrich. Die Reaktionen zeigen, wie gut es ihnen tut, sie fragen ihren Lehrer häufig: „Wann gehen wir wieder in den Meditationsraum?“

Mein Traumberuf

Entdecken, hoffen, zweifeln, lachen ... Als ich mein Theologiestudium begann, wusste ich zwar nicht wohin mich die Wege führen werden, sehr wohl aber, dass ich diesen Weg tief verwurzelt in meinem Glauben an Gott beginne. Heute darf ich im PG der Herz-Jesu-Missionare, berührt von der Geschichte und Spiritualität des Ordens und seinem Gründer Jules Chevalier, Zeugnis geben von einem Gott, der sich als der Da-seiende und Begleitende in der Heilsgeschichte offenbart hat. Ich darf mit meinen Schülerinnen und Schülern entdecken, hoffen, zweifeln, Antworten und Handlungsoptionen suchen, beten, lachen, Sprache und Wege des Religiösen erschließen.
Dabei steht für mich Religionsunterricht einerseits für den Erwerb von Wissen, das unsere jungen Menschen tolerant und diskursfähig, vor Fundamentalismen und Indifferenz in einer pluralen Gesellschaft bewahren will. Anderseits steht er für die Herzensbildung, die unsere Schülerinnen und Schüler dazu befähigen soll, frei und sicher in ihrem Selbstwert, Entscheidungen zu treffen und ihrem Leben vertrauensvoll entgegenzugehen.

Bernadette Altenburger ist Religionslehrerin am Privatgymnasium der Herz-Jesu-Missionare in Liefering.

ICH GLAUBE – JA.Mag Gott mich immer? Gibt es Hoffnung für die Welt? Darf ich auch mal zweifeln? Diese und weitere Fragen junger Leute stehen im Mittelpunkt einer österreichweiten Kampagne für den Religionsunterricht.
www.mein-religionsunterricht.at

Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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