Vom Glück ReligionslehrerIn zu sein
Hilfe bei der Suche nach Orientierung

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Was ist spannend als Reli-Lehrerin, als Reli-Lehrer? Wir fragen diesmal Markus Zimmermann.

Wie geht es Ihnen als Religionslehrer?
Überwiegend gut. Wenngleich, versteht man das Religionslehrer-Sein mitunter als (kontinuierliche) Beziehungsarbeit, erweist sich das Distance Learning auf Dauer als suboptimal.

Wo haben Sie die Ausbildung zum Religionslehrer gemacht?
Ich habe an der Karl-Franzens-Universität Graz Fachtheologie und Religionspädagogik studiert. Meinen begrenzten Kärntner Horizont konnte ich durch ein Auslandsstudienjahr an der Pontificia Università Gregoriana in Rom erweitern. Diese, nicht nur im historischen Sinne, vielschichtige Stadt übt bis heute einen Zauber auf mich aus. Seit ich unterrichte, darf ich in regelmäßigen Abständen Schülergruppen nach Rom begleiten. Am BG Tanzenberg konnten wir das schulautonome Wahlpflichtfach ROMA AETERNA initiieren, in dem sich SchülerInnen multiperspektivisch der Ewigen Stadt nähern.

Welche Inhalte und Erkenntnisse aus dem Studium können Sie am Lebensort Schule besonders gut einbringen?

Die Stärke eines theologischen Studiums liegt in der Breite der Inhalte und Zugänge. Diese Breite an Themen und Perspektiven versuche ich in den konkreten Unterricht einzubringen. Auf der fragenden Suche nach Orientierungswissen kann es durchaus einmal philosophisch oder ethisch zugehen, ein anderes Mal stehen biblische oder kulturgeschichtliche Aspekte am Programm.

Auf welches durchgeführte Projekt sind Sie als Religionslehrer stolz?
Seit vielen Jahren nehmen die SchülerInnen der 7. Klassen des BG Tanzenberg am Compassion-Projekt teil. Dieses Projekt sozialen Lernens will einen Beitrag dazu leisten, eine mitfühlende Haltung zu entwickeln, die sich im konkreten Tun zeigt. Dazu absolvieren sie ein zweiwöchiges Sozialpraktikum in Krankenhäusern, Altersheimen, Betreuungseinrichtungen für Kinder und beeinträchtige Personen. Im Zuge der Besuche an ihren Einsatzstellen erlebe ich die SchülerInnen oft von einer anderen Seite. Die durch dieses Projekt erworbenen Erfahrungen können den Blick weiten und die Selbstreflexion anregen, oder, wie eine Schülerin es formuliert hat: „In diesen zwei Wochen habe ich fürs Leben mehr gelernt als bisher in der Schule.“

Markus Zimmermann unterrichtet Religion am BG Tanzenberg und ist am Institut für Religionspädagogik in Klagenfurt beschäftigt.

Autor:

Gerald Heschl aus Kärnten | Sonntag

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