Bischofsweihe in Klagenfurt
Mit Rosenkranz und Rollator

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Mit Josef Marketz ist nach 32 Jahren wieder ein Bischof in Kärnten geweiht worden. Die Freude darüber zeigte sich auch bei den zahlreichen Besuchern aus nah und fern, die im Dom, im Festzelt und im Hermagoras Haus mitfeierten.
von Ingeborg Jakl
„Rosenkranz, Rollator und ganz viel Freude im Herzen“, so umschreibt Elisabeth Brugger, 88 Jahre jung und langjährige Mesnerin in Klagenfurt St. Martin, ihre Gefühlslage nach der Bischofsweihe von Josef Marketz im Klagenfurter Dom. Sie war live dabei, wie viele. Ob daheim am Bildschirm, im großen Zelt vor dem Dom, im Festsaal des Hermagoras Hauses oder eben im Dom.
Gelungene Proben
Es war ein Tag, wie er besser nicht gelingen konnte. Das hatte auch Domkapellmeister Thomas Wasserfaller von seinen Sängerinnen und Sängern von Domchor und Domkantorei beim Einsingen im Blauen Saal im Klagenfurter Konzerthaus gefordert. „Die nächsten Stunden werden wir gemeinsam zu Ende gehen.“ Schon die Proben verliefen „großartig“, wie er betonte. Ein Garant, wie sich anschließend beim Festgottesdienst zur feierlichen Bischofsweihe im Dom zeigen sollte.
Die Straßen rund um den Dom waren von Feuerwehr, Polizei und freiwilligen Ordnern großräumig abgesperrt worden. Wer zum Dom wollte, musste zu Fuß gehen. Das taten bei Sonnenschein und milden Temperaturen viele, die sich diese Feierstunden nicht entgehen ließen. Glockengeläut und die Fahnen in Gelb-Weiß sorgten für den festlichen Rahmen.
Schützen, Bänderhut und mehr
Andreas Hummer mit seiner Lebenspartnerin Christa war extra gekommen, um mitzufeiern. „Weil ich Josef Marketz viele Jahre als Pfarrer auf dem Radsberg schätzen gelernt habe.“ Waltraud und Valentin Rebasso, ebenfalls vom Radsberg, wollten ihre Verbundenheit zu ihrem ehemaligen Pfarrer demonstrieren. „Er hat unser Haus und die Häuser der Nachbarschaft beim Einzug gesegnet, das war für uns ganz wichtig. Dieses Gefühl der Gemeinschaft damals, das auch beim anschließenden Nachbarschaftsfest deutlich zum Ausdruck kam.“
Heidi Binder aus Klagenfurt, ganz in Tracht mit Bänderhut, wartete unterdessen aufgeregt auf ihre Bürgerfrauen aus Straßburg, die sich gemeinsam mit dem Bürgercorps und Schützenzug mit dem Bus auf den Weg gemacht haben. Sie wollten Bischof Josef Marketz bei der anschließenden Agape nicht nur ein Ständchen bringen, sondern auch einen lautstarken Ehrensalut schießen.
Kapellmeisterin Eva Kainbacher stimmte ihre Musikerinnen und Musiker in einem angrenzenden Klagenfurter Caféhaus auf den Aufritt vor dem Dom ein. Derweil kam Enzo Romano aus Tarvis mit einer Kerze von der Wallfahrtskirche Maria Lussari auf dem Domplatz an. „Ich möchte sie im Dom für den neugeweihten Bischof anzünden.“
Ein Bischof mit Pep
Die Katholische Jugend Kärnten mit Matthias Obertautsch stellte sich mit ihren selbstgestalteten Plakaten vor dem Festzelt auf. „Wir wünschen unserem Bischof Josef Gottes reichsten Segen für sein Hirtenamt und beten für ihn“, sagte er. Auf den Plakaten stand in großen Lettern „Ein Bischof mit Pep!“ Dieser Spruch brachte ihnen sogar ein anerkennendes Lächeln von Stephan Turnovszky, Referatsbischof für Kinder- und Jugendpastoral, ein.
„Bischof Josef, wir sind mit dir“, signalisierte das großen Plakat im Festzelt vor dem Dom, wo der Katschtaler Kirchenchor unter der Leitung von Hans Pleschberger, der FeldKirchenchor mit Gisela Gsodam sowie die Kirchenchöre Radsberg mit Sandra Lampichler und St. Martinus Ferlach mit Roman Verdel die Mitfeiernden auf die anschließende Bischofsweihe einstimmten.
Es lief wie am Schnürchen
Auf der Leinwand lief ein Porträt über den neuen Bischof und leitete auf die anschließenden Feierlichkeiten über.
Die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, unter ihnen auch Klemens Napotnig und Gabriele Pressinger, halfen mit viel Umsicht, damit jeder seinen Platz in der Kirche oder im Festzelt erreichen konnte. „Es ist auch ein Fest für mich“, stellte Klemens fest, „weil ich an diesem besonderen Tag hier helfen darf.“
So sahen es auch die emsigen Helfer vom Dom, die für die anschließende Agape sorgten. Bischof Josef Marketz nahm die vielen Glückwünsche dankbar entgegen. Es war ein Fest für und mit dem neuen Bischof!

Autor:

Gerald Heschl aus Kärnten | Sonntag

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