Andreas Bartolot schnitzt
"Bei mir stehen mehr als 100 Heilige"

Kurz nach seiner Pensionierung entschloss sich Andreas Bartolot dazu, das Schnitzhandwerk zu erlernen und fertigte seitdem schon über 100 Figuren. Seit Kurzem steht eine seiner Figuren auch bei Bischof Josef Marketz.
von Carina Müller

„Schon von klein auf war die Arbeit mit Holz eine meiner größten Leidenschaften. Als meine Frau Inge mir nach meiner Pensionierung vorschlug, einen Schnitzkurs zu besuchen, zögerte ich nicht lange und lerne nun schon seit 30 Jahren“, so der 86 -jährige Hobbyschnitzer aus St. Stefan im Gailtal. Lange üben musste Bartolot nicht, um sein Handwerk zu erlernen, denn bereits zwei Jahre nach seinem ersten Schnitzkurs wurde er zusammen mit seinem Lehrmeister beauftragt, ein neues, ein Meter großes Kreuz für seine Heimatpfarre zu schnitzen. Das Kreieren von Heiligenstatuen ist Bartolot ein besonderes Anliegen, da Glaube bei ihm und seiner Frau – jahrelang als Hilfslegionärin bei der Legion Mariens tätig – fest verankert ist.
Seit seinem ersten Auftrag hat Bartolot insgesamt schon über 100 Figuren geschnitzt: „Ich weiß gar nicht mehr, wo ich die ganzen Figuren hinstellen soll, langsam geht mir der Platz aus. Verkaufen will ich sie aber nicht. Ich verschenke meine Werke lieber an die Kirche, Freunde, Verwandte oder Menschen, die Freude damit haben. Das ist mir am wichtigsten.“
Über so ein Geschenk durfte sich kürzlich auch Bischof Josef Marketz freuen, denn beim Lesen des „Sonntag“ kam Bartolot eine ganz besondere Idee. Als er ein Bild mit Josef mit dem Jesuskind sah, musste er dieses einfach „nachschnitzten“ und als Wertschätzung der Arbeit des Bischofs an ihn verschenken: „Ich schätze unseren Bischof schon seit seiner Zeit als Caritas Direktor. Er ist einerseits ein wunderbarer Mensch, aber auch ein Bischof, der unsere Sprache spricht – die der Kärtner Slowenen. Ich bin ihm für seine Arbeit sehr dankbar und hoffe, dass ich ihm mit meinem Geschenk eine kleine Freude bereiten konnte“, sagte der Kärntner Slowene. Nun geht es für Bartolot schon ans nächste Werk: den heiligen Hubertus.

Autor:

Gerald Heschl aus Kärnten | Sonntag

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