Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Erschöpfte Schöpfung
- hochgeladen von martinus Redaktion
Dieser Sommer wird in Erinnerung bleiben. Er hat mit ganzer Wucht zugeschlagen und gezeigt, wie machtlos die Menschen, die Besserwisser und Leugner sind. Nicht nur die Bauern leiden. Die Ernten sind dürftig und verheert. Das Vieh muss geschlachtet werden, die Wiesen geben kein Futter. Die Menschen leiden: Kranke, Alte, Bedürftige und Obdachlose, zu viele sind in der Dürre gestorben. Die Vertrocknung drosselt die Industrie, die Wirtschaft und Stromproduktion, das Niedrigwasser in den Flüssen stoppt den Transport, die Logistikkosten steigen, die Quellen sprudeln nicht, Trinkwasser wird zum Geschenk. Die Verteuerung der Lebensmittel ist eine der Folgen. Nicht nur Politik und Wissenschaften, wir alle werden Verantwortung übernehmen, auch Verzicht üben müssen. Wir sind nicht Besitzer und Herren, sondern Diener der Schöpfung. Immer mehr an Ertrag, die Ausbeutung und Vergiftung der Äcker, das Zupflastern der Böden, das Verschwenden von Lebensmittel, die Vergewaltigung des Lebens, das sind Sünden, die töten. „Die ganze Schöpfung liegt in Geburtswehen“, heißt es in der Bibel. Die Menschen müssen Geburtshelfer sein, sie sind Geschöpfe Gottes und leben in der Schöpfungszeit.
P. Karl Schauer OSB
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.