WERT_VOLL
Zu Fuß nach Rom
- Glücklich am Petersplatz: die Gruppe aus St. Pölten mit Mirjam Kerschbaum (2. Reihe, zweite von links).
- Foto: Diözese St. Pölten
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Mirjam Kerschbaum, ehrenamtliche Vorsitzende der Katholischen Jugend und Jungschar Burgenland berichtet von ihrer Reise zum Weltjugendtreffen.
„Alle Wege führen nach Rom“ lautet ein bekanntes Sprichwort. Das hat man auch Anfang August gesehen, als rund 1 Million Jugendliche und junge Erwachsene aus 146 Ländern zum „Jubiläum der Jugend“ nach Rom angereist sind – aus allen Himmelsrichtungen und auf unterschiedliche Weise: mit dem Flugzeug, dem Bus und dem Zug.
Die Diözese St. Pölten bot eine ganz besondere Möglichkeit an, zu Fuß die letzten ca. 105 km von Rieti nach Rom auf dem Franziskusweg zu pilgern. Ich durfte bei dieser Gruppe dabei sein, die vom Generalvikar der Diözese St. Pölten Christoph Weiss begleitet wurde.
Am 21. Juni ging es für uns nach Assisi, wo wir die Basilika San Francesco, die Basilika Santa Maria Maggiore, wo der selige Carlo Acutis aufgebahrt ist, und die Basilika Santa Chiara besichtigten. Am nächsten Tag fuhren wir nach Rieti, wo wir unseren Fußweg starteten.
In fünf Tagesetappen von je ca. 20 km pilgerten wir über Poggio San Lorenzo, Ponticelli di Scandriglia, Monterotondo und Monte Sacro nach Rom zum Petersdom. Jeder Tag begann für uns mit einem geistlichen Impuls zu unterschiedlichen Themen, wie zum Beispiel unserer Liebe zu Gott und unseren Nächsten, die Schöpfung, Lobpreis und die Gegenwärtigkeit Gottes und seiner Liebe zu uns. Die dann folgende Tagesetappe nutzten wir, um über die unterschiedlichen Themen nachzudenken, uns mit unseren Mitpilgerinnen und Mitpilgern auszutauschen und ins Gespräch mit Gott zu kommen. Nach den ersten zehn Kilometern beteten wir jeden Tag gemeinsam die Laudes (Morgenlob), am Abend feierten wir jeden Tag die heilige Messe und schlossen den Tag mit der Komplet (Nachtgebet) ab.
Die Ankunft am Sonntag am Petersplatz wird uns immer in Erinnerung bleiben: mit dem Kreuz des Heiligen Jahres erreichten wir den Petersdom gerade in dem Moment, als Papst Leo XIV. den Angelus betete. Überglücklich und dankbar durchschritten wir die Heilige Pforte in den Petersdom.
Wir beendeten unsere Pilgerstrecke mit der Sieben-Kirchen-Wallfahrt durch Rom am Montag. Diese wurde im 16. Jahrhundert vom hl. Philipp Neri ins Leben gerufen und führt zu den sieben Pilgerkirchen in Rom – Petersdom, Basilika Sankt Paul vor den Mauern, Basilika Sankt Sebastian vor den Mauern, San Giovanni in Laterano, Basilika vom Heiligen Kreuz in Jerusalem, Basilika Sankt Laurentius vor den Mauern und Santa Maria Maggiore.
Am Dienstag, 29. Juli, startete dann das offizielle „Jubiläum der Jugend“ mit dem „Österreichertreffen“ in der Basilika von Sant’Anselmo auf dem Aventin und am Abend mit der Eröffnungsmesse auf dem Petersplatz. In den nächsten Tagen gab es ein abwechslungsreiches Programm aus Lobpreis, Stadtbesichtigung und heiligen Messen in den verschiedenen Kirchen in Rom. Der Höhepunkt der Woche war die Vigil (Nachtgebet) mit Papst Leo auf dem Gelände in Tor Vergata unter freiem Himmel und am nächsten Tag die Abschlussmesse mit dem Papst.
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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