Józef Niewiadomski beim Sebastianifest in Telfs:
Blicke können töten oder Gemeinschaft stiften

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Giftige Pfeile damals wie heute. In gewohnter Manier hat Univ.-Prof. Dr. Józef Niewiadomski die Geschichte des hl. Sebastian ins Heute geholt. In seiner Predigt zum Sebastianifest am 20. Jänner in Telfs erinnerte er an die giftigen Pfeile, die den hl. Sebastian im Römischen Reich töten sollten. Nicht anders als die von Neid und Missgunst vergifteten Blicke, die sich Menschen heute manchmal zuwerfen. In der Politik, in den sozialen Medien, im Alltag.

„Blicke können zur Freude animieren, Blicke können Gemeinschaft stiften. Blicke können aber auch töten und die Seele vergiften“, sagte Niewiadomski in seiner Predigt. Der neidische Seitenblick, der medial manipulierte Blick, der Menschen in den „Kloaken der Skandalmentalität durchbohrt“, sei ein Grundproblem der Moderne. „Desinteresse, Neid, Skandallust, all das trägt dazu bei, dass menschliche Biographieen immer wieder in den Kloaken enden“, mein Niewiadomski. Helfen könne der Blick des hl. Sebastian, der Blick nach oben. Nur weil der hl. Sebastian auf Gott vertraute, war er immun gegen die giftigen Pfeile und gegen die giftigen Blicke, die voller Hass und Verachtung waren. Niewiadomski: „Unser Sebastian bestätigt die alte christliche Weisheit, die heute aktueller ist denn je: Wer dem lieben Gott ins Fenster geschaut hat, der ist glücklich."

Die Marktgemeinde Telfs gedenkt jedes Jahr am 20. Jänner mit einem Festgottesdienst und einer Prozession des hl. Sebastian. Die Tradition geht zurück auf ein Gelöbnis
wähend der Pest im 17. Jahrhundert.

Autor:

TIROLER Sonntag Redaktion aus Tirol | TIROLER Sonntag

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