Vom richtigen Planen
Tipps für das Pilgern in ungewissen Zeiten

Pilgern zu Corona-Zeiten
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Eine Pilger-Wanderung in Corona-Zeiten zu planen, ist nicht ganz so einfach. Alma-Maria Becker, Verantwortliche für den Bereich Pilgern im „Quo vadis?“ Wien, gibt im Gespräch ein paar Tipps, auf die Pilger derzeit achten sollten.

Kann ich überhaupt verreisen? Welches Quartier hat geöffnet, gibt es ein offenes Gasthaus? Diese Unsicherheiten begleiten uns auch im zweiten Corona-Jahr. Eines jedoch ist gewiss: Wandern in der freien ­Natur – alleine oder mit kleiner Gruppe – ist in Hinblick auf das Virus ziemlich„sicher“. Die Faszination am Pilgern, ja die Sehnsucht danach ist bei vielen Menschen weiterhin groß.

Tagespilgern
Sind Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten nur schwer oder gar nicht zu finden, lässt sich das Pilgern in der näheren Um­gebung gut auf einzelne Tage aufteilen. Aus praktisch allen Pilgerwegen in Österreich – wie zum Beispiel dem Jakobsweg – lassen sich wunderbare Einzeletappen heraus­nehmen. Anfang und Ende der Tagestour sind meist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Rucksack mit eigener Verpflegung packen und los geht’s. Etwa ein Stück den Jakobsweg entlang von Wolfsthal nach Schwechat. „Den haben wir im letzten Jahr gerade neu beschildert“, erzählt Alma-Maria Becker. Oder vielleicht den Jakobsweg quer durch Wien erkunden, von Schwechat bis nach Purkersdorf? Becker: „Das bin ich letztes Jahr selbst gegangen, Kirchen entlang der Strecke sind offen, dort lässt sich gut die spirituelle Dimension entdecken.“

Planen und reservieren
Unbedingt reservieren. Das heißt es auf jeden Fall, wenn die Angebote der Hotels, Pensionen, Gasthäuser sowie kirchlicher Einrichtungen – von Bildungshäusern bis hin zu Klöstern – wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Das setzt natürlich voraus, dass man sich seinen Pilgerweg gut aussucht und entsprechend im Vorhinein zu planen beginnt. Beim Pilgern ist die Nachfrage schon im vergangenen „Corona-Sommer“ deutlich gestiegen. Vor allem in Österreich mit seiner gut ausgebauten Infrastruktur. Was auf den internationalen, den europäischen Pilgerwegen heuer möglich ist, das lässt sich noch schwer abschätzen. Das Heilige Jahr 2021 wurde aufgrund der Einschränkungen für PilgerInnen vom Papst auf Ersuchen des Erzbischofs von Santiago jedenfalls um ein Jahr bis 2022 verlängert.

Digitale Unterstützung
Für Auswahl und Planung der eigenen Pilgerroute gibt es mittlerweile eine ­Fülle „digitaler Helfer“. Spezielle Apps wie etwa „outdoor­active“ bieten detaillierte Informationen über Wege und Strecken. Um passende Pilgerwege in Österreich zu finden – egal ob für eine Tages- oder eine mehrtägige Wanderung –, empfiehlt Alma-Maria Becker besonders zwei Webseiten: auf ­www.­caminosantiago.at sind schön aufgelistet alle Abschnitte des Jakobsweges durch Österreich zu sehen. Von Wolfsthal in Niederösterreich bis Rankweil in Vorarlberg, inklusive der Zubringer-Wege. Die Webseite www.pilgerwege.at ist eine Fundgrube für viele weitere Alternativen. Vom ­hochalpinen Kreuzweg Prägraten über den Marien-­Wanderweg OÖ-Bayern bis hin zu Rad-Pilgerwegen.

Immer gültige Tipps
Gutes Schuhwerk, guter Rucksack, gefüllt mit „All-Wetter-Ausrüstung“, Flexibilität und Offenheit sowie Zeit zum Innehalten. Das sind Tipps, die für Pilger aller Alters­stufen sowie zu allen Zeiten gelten. Ein ganz persönlicher Tipp von Alma-Maria Becker: Handy beim Marschieren auf Flugmodus stellen. „So kann man sich besser fallen lassen, man ist im Hier und Jetzt, sammelt ohne Ablenkung Eindrücke.“

Pilgern in Tagesetappen empfiehlt Alma-Maria Becker, wenn sich noch keine ­Übernachtungsmöglichkeiten finden.
  • Pilgern in Tagesetappen empfiehlt Alma-Maria Becker, wenn sich noch keine ­Übernachtungsmöglichkeiten finden.
  • Foto: privat
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Pilgern zu Corona-Zeiten
Pilgern in Tagesetappen empfiehlt Alma-Maria Becker, wenn sich noch keine ­Übernachtungsmöglichkeiten finden.
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Kooperation Kirchenzeitungen aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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