Pfarrgemeinderat
„Ich bin angekommen“

Birgit Wechselberger sagt, sie ist in ihrer Rolle als PGR-Obfrau im Pfarrverband angekommen.   „Es braucht dabei ein Fundament, auf das wir uns in unserer Arbeit mit den Menschen verlassen können und das ist unser Glaube an Gott.“
  • Birgit Wechselberger sagt, sie ist in ihrer Rolle als PGR-Obfrau im Pfarrverband angekommen. „Es braucht dabei ein Fundament, auf das wir uns in unserer Arbeit mit den Menschen verlassen können und das ist unser Glaube an Gott.“
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Birgit Wechselberger übernahm 2018 das Amt der Pfarrgemeinderatsobfrau in der Pfarre Wald im Pinzgau: „Diese Aufgabe hat mich gefunden, ich habe in dieser Zeit einen anderen Zugang zum Glauben gefunden. Kirche, das sind die Menschen, das sind ,Ich und Du‘, die Gemeinschaft!“Christina Repolust

Wald. Die Pfarre Wald im Pinzgau bildet mit den Pfarren Krimml und Neukirchen am Großvenediger einen Pfarrverband, in dem das Zusammenarbeiten funktioniert. Das freut Birgit Wechselberger sehr: „Meine beiden Kolleginnen unterstützen mich, ich kann jederzeit anrufen, die beiden stehen mir mit Rat und Tat zur Seite. Zum anderen teilen wir viele Überlegungen.“

Weg vom Kirchturmdenken

Die 36-jährige Einzelhandelskauffrau sieht in dieser Haltung die Zukunft der Pfarren: „Wir müssen vom Kirchturmdenken wegkommen, das Gemeinsame in den Mittelpunkt stellen und einander bestärken.“ Sie ist in Wald geboren, hat als begabte und engagierte Netzwerkerin eine gute Verbindung zu allen Vereinen: „Das trägt mich in dieser Zeit. Da ich gern unter Menschen bin, hat sich daraus ein sehr tragfähiges Beziehungsnetz entwickelt.“ Für Wechselberger war es ein Ankommen und ein neuer Zugang zum Glauben, als sie die Aufgabe der Pfarrgemeinderatsobfrau übernahm. „Mit unserem Pfarrer Christian Walch und dem Pastoralassistenten Ruben Weyringer sind wir ein junges Team und ergänzen uns gut in den unterschiedlichen Bereichen.“

Wir wollen gemeinsam wachsen

Der Pfarrgemeinderat mit seinen acht Mitgliedern ist für seine Obfrau weit mehr als ein Organisationsgremium: „Ich bin jetzt erst so richtig im Glauben angekommen. Viele andere sind bereits sehr in ihrem Glauben gefestigt, ich machte mich erst vor gar nicht so langer Zeit auf diesen Weg. Kurz vor dem Anruf für dieses Interview war ich noch in der Anbetung: Es zieht mich hin, das ist das Neue auf meinem Glaubensweg.“ Aus der Zeit des ersten Lockdowns hat der Pfarrverband ein Angebot „mitgenommen“: „Wir haben hier eine gemeinsame Anbetung, sie ist nur eine der verschiedenen Angebote im Pfarrverband. Wie wir hier gemeinsam arbeiten, ist nicht selbstverständlich: Wir wollen gemeinsam wachsen, als Gemeinschaft und natürlich auch im Glauben.“

Es braucht ein Fundament

Für Birgit Wechselberger ist das Motto der Wahl 2017 „Ich bin da.für“ ein wichtiger Handlungsgrundsatz geworden. „Für uns als Pfarre und als Pfarrgemeinderat war es bedeutsam, wofür wir stehen und wofür wir einstehen. An mir selbst bemerke ich immer wieder, wie wohltuend es ist, in meiner Rolle als PGR-Obfrau angekommen zu sein und dann natürlich auch an mir weiter zu arbeiten.“ Dabei brauche es ein Fundament, auf das sie sich in der Arbeit mit den Menschen verlassen könne: „Das ist unser Glaube an Gott. Das Schöne ist außerdem, dass wir in der Pfarre wie auch im Pfarrverband unsere Begabungen und Charismen entdecken und einsetzen dürfen.“

Mit den Einschränkungen umgehen

In dieser Zeit der Einschränkungen für alle durch Corona bringe Pfarrer Christian Walch mit Pastoralassistent Ruben Weyringer die Kirche als „Kirche to go“ zu den Menschen des Pfarrverbandes. „Das passiert etwa durch die Adventkranzsegnungsfahrten oder durch verschiedene Zugänge in den sozialen Medien. Es gibt zum Beispiel die Sonntagspredigten per Youtube-Video. Die Mitbetpsalmen und Wortgottesdienste sind zum Mitfeiern für zu Hause auf der Pfarrhomepage.“So hält die engagierte Christin weiter an dem „da.für“ fest. Birgit Wechselberger wird im Jahr 2022 wieder für den Pfarrgemeinderat kandidieren: „Wer Obfrau oder Obmann wird, das werden wir dann sehen. Ich vertraue da völlig der Wirkkraft des Heiligen Geistes: Da gibt es Zusicherung und Vertrauen, wir legen dann das Unsere noch dazu.“

Zu Dialogforen lädt das Seelsorgeamt 2021 die Pfarrgemeinderäte und -rätinnen ein. Start des Online-Angebots ist am 12. April zum Thema: „Wozu Pfarre: Warum sollen sich Menschen für Kirche einsetzen?“ Heutzutage ist die Pfarre nicht ausgenommen von der Frage nach Nutzen und Zweck. „In der Tat ist es nicht so einfach, Leistungen einer Pfarre darzustellen (zu beweisen) und über das zu sprechen, was das wirklich Wertvolle an all den unzähligen Zusammenkünften und Vollzügen in der Pfarre ist“, weiß Klaudia Achleitner, Referentin für Pfarrgemeinderäte. Fest stehe: Immer geht es um Menschen.

Infos zum Pfarrgemeinderat:www.pfarrgemeinderat.atoder www.kirchen.net/pfarrgemeinderat

Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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