Schwarzenbergkapelle
Wo der Fürst betete

Einen Neuzugang für die restaurierte Kapelle spendete Radbot-Lothringen (l.). Neben ihm (v.l.): Roland Kerschbaum, Salzburger Burgen- und Schlösser Betriebsführung Maximilian Brunner, Eva Hody, Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.�
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  • Einen Neuzugang für die restaurierte Kapelle spendete Radbot-Lothringen (l.). Neben ihm (v.l.): Roland Kerschbaum, Salzburger Burgen- und Schlösser Betriebsführung Maximilian Brunner, Eva Hody, Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.
  • Foto: RB/LK/Neumayr, Leopold
  • hochgeladen von Ingrid Burgstaller

Jahrzehntelang diente die Schwarzenbergkapelle als Abstellkammer und Durchgangsraum. Nun ist sie wieder in ihrer ursprünglichen Pracht zu sehen – und erinnert dabei sowohl an den einstigen Fürsterzbischof, als auch an ehemalige Bewohner der Alten Residenz.

Ganze 170 Jahre lang lag die Schwarzenbergkapelle in der alten Residenz in Salzburg in einem tiefen Dornröschenschlaf. Seit 2019 wurde das Kleinod schrittweise wachgeküsst und jetzt endlich ist die Kapelle wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Aber von Anfang an: 1835 wird Friedrich Fürst zu Schwarzenberg zum Salzburger Fürsterzbischof ernannt. Der kunstinteressierte Geistliche nutzt seine Kardinalserhebung im Jahr 1941in Rom für ausführliche Reisen nach Süditalien und Sizilien.
Von der dortigen Architektur angetan möchte er sich auch in Salzburg eine eigene Privatkapelle mit südlichem Flair einrichten, im normannischen Spitzbogenstil. Gesagt, getan – jedoch: Als Schwarzenberg zum Erzbischof von Prag ernannt wird und Salzburg verlässt, wird die Kapelle eiligst übermalt und wieder zum Durchgangszimmer umfunktioniert.

Juwel aus dem 19. Jahrhundert

„Das 19. Jahrhundert wurde in der Kunst der Kirche größtenteils vernachlässigt. Gerade deswegen ist die Schwarzenbergkapelle ein Juwel, das wieder zum Leben erweckt wurde“, sagt der Elsbethener Pfarrer und Diözesankonservator Roland Kerschbaum.Dass die einstige Privatkapelle nun wieder in neuem Glanz erstrahlen kann, ist unter anderem Eva Hody vom Bundesdenkmalamt und ihrem Team zu verdanken. Sie erzählt: „Wir sind froh, dass bei der einstigen Übertünchung der Wände das Prinzip der Nicht-Zerstörung eingehalten wurde. So konnten wir Schicht für Schicht die ursprünglichen Strukturen freilegen.“

Neue Schenkung für alte Kapelle

Warum sind nun noch weiße Flecken an den Wänden zu sehen? „Eine einwandfreie Rekonstruktion war nicht möglich, da das Original eine ‚persönliche Handschrift‘ trug“, sagt Hody. Trotz erhaltener Entwürfe des ursprünglichen Künstlers Georg Pezolt entschied sich das Restaurationsteam daher gegen eine vollständige Wiederherstellung.Auch einen Neuzugang bekam die Kapelle im Zuge der Arbeiten. Ein altes Bild seiner Urgroßeltern, das deren Namenspatrone darstellt, hat Radbot Habsburg-Lothringen an das DomQuartier übergeben; die Schenkungsurkunde hat er bei der Eröffnung der Schwarzenbergkapelle feierlich unterschrieben. „Meine Eltern haben über viele Jahre hier gewohnt. Das Bild soll nun Zeugnis ihrer Anwesenheit in der Residenz sein“, sagt Habsburg-Lothringen.

Alexandra Hogan

Einen Neuzugang für die restaurierte Kapelle spendete Radbot-Lothringen (l.). Neben ihm (v.l.): Roland Kerschbaum, Salzburger Burgen- und Schlösser Betriebsführung Maximilian Brunner, Eva Hody, Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.�
170 Jahre Dornröschenschlaf hat die Schwarzenbergkapelle hinter sich.
Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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