Mein Sommer
Glaub‘ nicht alles, was du denkst

Ich hasse wandern. Dachte ich. Zu steil, zu anstrengend, zu lang. Dann kam Corona. Mit dem Virus und dem Versuch, anderen Leuten aus dem Weg zu gehen, änderten sich meine Strecken. Hinaus aus der Stadt, hinein in die Natur. Seen, Almen, erste zarte Bergerfahrungen – wenn ich mit dem richtigen Menschen unterwegs bin, muss ich staunen und eingeübte Vorurteile über Bord werfen. Oder den nächsten steilen Abgrund hinunter. Sinnbildlich.

Da erhob sich ein Gebirge an Vorurteilen. Ich staune: Die existieren alle nur in Gedanken.Deswegen tauchen in meinem Sommer neue Vokabel auf. Höhenmeter ist so eines, Streckenprofil ein anderes. Den Wetterbericht prüfe ich nicht mehr auf Badetauglichkeit allein. Das Coronavirus hat meinen Alltag verändert. Glücklicherweise ist das in einem Land passiert, das voller zauberhafter Orte ist. Manche liegen eben höher, manche in gnädigem Flachland. Dafür bin ich dankbar. Ebenso wie für die Erkenntnis, dass ich wirklich nicht alles glauben muss, was ich mir jahrelang so gedacht habe.

Michaela Hessenberger

Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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