Hilfe für den Libanon
Nach der Explosionskatastrophe ist vor dem Winter

Das große Aufräumen in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist noch lange nicht beendet. Ein Hoffnungsschimmer sind die vielen jungen Freiwilligen, die sich beteiligen.
  • Das große Aufräumen in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist noch lange nicht beendet. Ein Hoffnungsschimmer sind die vielen jungen Freiwilligen, die sich beteiligen.
  • Foto: RB/Caritas
  • hochgeladen von Ingrid Burgstaller

Einen Monat nach der Explosionskatastrophe in der libanesischen Hauptstadt Beirut sind die Menschen mit dem Aufräumen und Wiederaufbau beschäftigt. An vorderster Front im Einsatz ist die Caritas. Unterstützung kommt von der Caritas der Erzdiözese Salzburg, die mit dem Libanon seit einem Vierteljahrhundert verbunden ist.

Salzburg/Beirut. Die Caritas machte sich sofort nach der Explosion daran, den Betroffenen unter die Arme zu greifen. Sie verteilte 38.214 Mahlzeiten und 1.879 Lebensmittelpakete, versorgte 423 Verletzte und gab 4.533 Packungen Medikamente aus. „Unser Ziel ist mehr als 84.000 Menschen mit den wichtigsten Nothilfegütern zu unterstützen“, sagt die Generaldirektorin der Caritas Libanon, Rita Rhayem. Aus dem ganzen Land seien junge Leute zum Aufräumen in die Hauptstadt gekommen. „In diesem Alptraum sind sie das Gute. Ich blicke in ihre Gesichter und sehe Menschen, die ihr Land aufbauen möchten.“

Eine Investition in die Zukunft des Zedernstaates macht auch die Caritas Österreich. „In einem ersten Schritt unterstützt die Caritas Österreich gemeinsam mit der Caritas Salzburg die Nothilfe mit 40.000 Euro“, berichtet Präsident Michael Landau und ergänzt. „Wir müssen vor Ort bleiben. Der Libanon braucht Hilfe mit langem Atem.“ Beeindruckend sei für ihn ebenfalls das Engagement der Zivilgesellschaft. Ein Bild aus einem der Berichte bleibe ihm besonders in Erinnerung: „Darauf war ein Mann im Rollstuhl sitzend zu sehen, wie er mit einem Besen die mit Schutt überhäufte Straße aufkehrt.“

Häuser bis zum Winter bewohnbar machen

„Noch ist es heiß, aber der Gedanke an den Winter ist wichtig. Dann ist es sehr kalt und es schneit“, weiß die Nahostdelegierte Judith Hameseder. Zentral sei es deshalb, die leicht beschädigten Häuser bewohnbar zu machen. „So können die vor allem in Schulen untergebrachten Notunterkünfte entlastet werden.“ Ob allerdings wie geplant in Kürze der Unterricht startet, ist wegen Covid-19 unsicher. Die Zahl der Neuinfizierten steigt wieder an. Doch in einem Land mit einer anhaltenden schweren wirtschaftlichen und politischen Krise ist Corona nur eine von vielen Sorgen.

Ingrid Burgstaller

TIPP: Caritas Österreich Spendenkonto BAWAG P.S.K. BIC: BAWAATWW
IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004 Kennwort: Libanon – Nothilfe nach Explosion. Weitere Infos unter www.caritas.at/beirut

Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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