Wallfahrtsorte
„Maria mit dem Jesukindlein“

Zu Fuß und – passend zur südlichsten Kirche des Landes Salzburg mit einem südlichen Flair versprühenden Piaggio – wurde das Gnadenbild von Pfarrer Manfred Thaler nach dem letzten Gottesdienst von Maria Hollenstein in die Pfarrkirche Ramingstein gebracht.
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  • Zu Fuß und – passend zur südlichsten Kirche des Landes Salzburg mit einem südlichen Flair versprühenden Piaggio – wurde das Gnadenbild von Pfarrer Manfred Thaler nach dem letzten Gottesdienst von Maria Hollenstein in die Pfarrkirche Ramingstein gebracht.
  • Foto: RB/Pfarre Ramingstein
  • hochgeladen von Ingrid Burgstaller

Maria Hollenstein ist ein beliebter Wallfahrtsort im Lungau, unmittelbar an der Landesgrenze zur Steiermark in einem südlichen Seitengraben des Murtales gelegen. Nun wird die Filialkirche der Pfarre Ramingstein umfassend renoviert.

Ramingstein. Die Ursprünge der Kirche im Ortsteil Kendlbruck reichen in das frühe 18. Jahrhundert zurück. In einer hölzernen Kapelle sorgte damals ein Marienbild für Aufsehen. Zahlreiche Gebetserhörungen veranlassten das Konsistorium der Erzdiözese 1714 zu einem Lokalaugenschein. Damals befand sich dort bereits ein kleines Bauwerk, die später so bezeichnete Ursprungskapelle. Diese bestand aus einem gemauertem Teil, der noch heute erhalten ist, und einem etwa doppelt so langen hölzernen Anbau, von dem sich heute nichts mehr findet. Beide Baukörper wurden durch ein Eisengitter voneinander geschieden.

Die wachsende Wallfahrtsbewegung führte dazu, dass das Konsistorium 1738 die Genehmigung für eine größere gemauerte Messkapelle erteilte. Diese erhielt über dem Kirchenschiff einen kleinen Dachreiter, der zwei Glöcklein aufnehmen konnte. In diesem Zustand blieb die Kirche trotz des stetig wachsenden Zustroms an Wallfahrern für verhältnismäßig lange Zeit. Die letzten größeren Baumaßnahmen an der Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau in Hollenstein fanden 1952/53 statt. Damals wurde das Kirchenschiff verlängert und der Zugangsbereich neu gestaltet. Die Aufstellung des aus Weißpriach stammenden neuen Hochaltars machte ostseitig außerdem den Anbau eines Zugangs zur Sakristei notwendig. Seit damals ist, abgesehen von kleineren Maßnahmen, an der Kirche baulich nichts mehr geschehen.

Ein Milionenprojekt

Der Zahn der Zeit macht eine Renovierung nun aber unumgänglich. Das Schindeldach hat die Grenze seiner natürlichen Lebensdauer erreicht, die Fassade bietet einen wenig erbaulichen Anblick. Der Zugangsbereich ist durch Frosteinwirkung unansehnlich geworden. Der provisorische Bretterverschlag, der das Betreten der Sakristei ermöglicht, gehört endlich in eine dauerhafte Lösung übergeführt. Zudem sind auch im Kircheninneren restauratorische Maßnahmen dringend erforderlich.

Am 17. August haben die Renovierungsarbeiten begonnen. Nach einer heiligen Messe um Glück und Segen für die Arbeiten gab es eine kleine Spatenstichfeier, ehe ans Werk geschritten wurde. Weil die Baumaßnahmen ab Ende August eine gottesdienstliche Nutzung der Kirche nicht länger zuließen, wurde am 29. August das Gnadenbild nach der hl. Messe feierlich in die Pfarrkirche Ramingstein übertragen. Jetzt ist die Statue am nördlichen Seitenaltar der Pfarrkirche Ramingstein aufgestellt. Alle in Maria Hollenstein üblichen Gottesdienste finden vermutlich bis Allerheiligen zu den gewohnten Zeiten in der Pfarrkirche Ramingstein statt.

Bis dahin sollen die im Außenbereich erforderlichen Maßnahmen erledigt werden. Diese bestehen in der Erneuerung des Schindeldaches, der Ableitung der Oberflächenwässer, der Verbesserung der Zugangssituation sowie der Neusituierung der bislang in der Galerie aufbewahrten Bilder. Darüber hinaus ist die Elektrifizierung der Läutanlage vorgesehen. 2021 und wohl auch noch 2022 ist dann die Innenrenovierung geplant.

Die Gesamtkosten werden auf rund eine Million Euro geschätzt. Je ein Viertel tragen die Gemeinde Ramingstein, das Land Salzburg und die Erzdiözese. Das restliche Viertel muss die Pfarre Ramingstein aufbringen.

Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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