aktion leben
Die persönliche Beratung zählt

Wie schwangere Frauen unterstützen? „Wie wir in unserem wohlhabenden Bundesland mit den Jüngsten und Schwächsten umgehen, zeigt, was für eine Gesellschaft wir sind: Wir wollen eine positive und lebensbejahende Gesellschaft sein“, meint Johanna Schmoll-Lechenauer.  | Foto: RB/Coffeemill/shutterstock.com
  • Wie schwangere Frauen unterstützen? „Wie wir in unserem wohlhabenden Bundesland mit den Jüngsten und Schwächsten umgehen, zeigt, was für eine Gesellschaft wir sind: Wir wollen eine positive und lebensbejahende Gesellschaft sein“, meint Johanna Schmoll-Lechenauer.
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Die neue Geschäftsführerin von aktion leben salzburg, Johanna Schmoll-Lechenauer, ist ein vertrautes Gesicht im Team – als Juristin beriet sie den Verein schon länger. Ihre Vorgängerin Renate Roittner zieht sich aus privaten Gründen aus der Geschäftsführung zurück.

von David Pernkopf

RB: Sie befinden sich mitten in einer neuen Aufgabe. Die Geschäftsführung liegt nun bei Ihnen. Wie geht es, wie starten Sie?
Johanna Schmoll-Lechenauer: Als Geschäftsführerin habe ich mit April 2022 ein neues Kapitel in meiner Berufslaufbahn aufgeschlagen, ich folge auf Renate Roittner, die in Altersteilzeit wechselt. Seit Ende 2019 bin ich schon als Juristin, ab Oktober 2021 zusätzlich als Familienberaterin für den Verein tätig gewesen und kenne die Beratungsstelle sehr gut. Auch habe ich die Kompetenz der Sachwalter-, Lebens- und Sozialberaterausbildung erworben und verfüge über eine langjährige Beratungserfahrung sowie eigene Beratungspraxis.

RB: Wie ist aktion leben aufgestellt, wohin soll die Reise hingehen?
Schmoll-Lechenauer: aktion leben salzburg ist grundsätzlich gut aufgestellt. Sie ist seit langem eine anerkannte Familienberatungsstelle und gut vernetzt in der Salzburger Sozialszene, um für die Schwangeren, Mütter und Familien eine ganzheitliche, systemische und lebensbejahende Beratung zu leisten. Finanziell freilich bleibt der Verein immer abhängig von Subventionsgebern und Spenden. Diesbezüglich sollte die Reise in Richtung langfristiger finanzieller Absicherung unserer Arbeit gehen.

Ich verfolge in der Beratung den systemischen und lösungsorientierten Ansatz sowie in der Organisation den projekt- und teamorientierten. Gemeinsam mit meinen engagierten Mitarbeiterinnen werden wir es schaffen, die zukünftigen Anforderungen und den steten Wandel zu meistern.

RB: Die großen Projekte und Schwerpunkte für dieses und nächstes Jahr sind schon in Umsetzung und Planung?
Schmoll-Lechenauer: Das heurige Jahresmotto „gemeinsam wachsen“ steht für: Familien, Kinder beim Wachsen zu begleiten, Zugang zu den Ressourcen sowie Stärken zu finden und ihnen in schwierigen Zeiten beizustehen. Als ein Schwerpunkt zeichnet sich ab, Frauen und Familien zu unterstützen, die sich die stark steigenden Lebens-, Energie- und Mietkosten im Alltag nicht mehr leis­ten können.

Unser Verein hat ebenso mit den Auswirkungen der Coronapandemie zu kämpfen, die legendären Flohmärkte konnten nicht mehr stattfinden und uns fehlen die damit verbundenen Einkünfte, die sonst als Soforthilfe weitergegeben wurden. Ja, die Not macht erfinderisch – ein neuer aktion leben-Laden wurde aus der Taufe gehoben mit schönen und gut erhaltenen Baby- und Kindersachen von der Erstausstattung bis zum dritten Lebensjahr zu wie gewohnt günstigen Preisen in unserer Beratungsstelle. Weiters haben wir vor, die Präventions-Workshops in den Schulen, die endlich wieder vor Ort stattfinden können, auszubauen und vermehrt anzubieten.

RB: Was braucht aktion leben, um gut arbeiten zu können?
Schmoll-Lechenauer: Wie schon gesagt: eine langfristigere finanzielle Absicherung, Sicherheit, dass wir so weiter arbeiten können wie bisher und neue Projekte für unsere Klientinnen und zum Wohle der Babys und Kinder umsetzen können. Und immer wieder neue Unterstützerinnen und Unterstützer, die unsere Arbeit finanziell und ideell mittragen, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, kleine und große Sponsoren mit Sach- und Geldspenden.

RB: Der Tag des Lebens am 1. Juni soll gefeiert werden. Ist die herkömmliche Art mit Rosen im Europark Aufmerksamkeit für Ihre Anliegen zu bekommen, erfolgreich?
Schmoll-Lechenauer: Am Tag des Lebens feiern wir das Leben und wollen es in seiner Buntheit präsentieren. Rosen sind ein Zeichen der Liebe: Wir gehen mit unserem Blumengruß bewusst dorthin, wo junge Familien, Mädchen und Frauen sich oft aufhalten und sprechen sie an. Wir möchten damit unsere Beratungsstelle bekannter machen, aber auch um Unterstützung werben. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass wir viel positives Echo bekommen haben und der lange Tag am Infostand uns viele Kontakte ermöglicht.

Zur Person

Johanna Schmoll-Lechenauer ist Juristin, Mediatorin, Sozial-, Lebens- und Familienberaterin. Sie berät unter anderem in juristischen und lebensorganisatorischen Fragen. aktion leben salzburg unterstützt schwangere Frauen, Mütter und Väter und Familien mit Kleinkindern bis zum 3. Geburtstag. Neben der psychosozialen Beratung bietet sie auch direkte Hilfe an.

Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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