„Exerzitien und Geistliche Begleitung“ der Pastoralen Dienste
Lehrgang zur Begleitung von Exerzitien im Alltag

Foto: zVg

Die eigene Beziehung zu Gott vertiefen und dem Gelingen des Lebens dienen – dieses Ziel verfolgt ein Lehrgang von „Exerzitien und Geistliche Begleitung“ der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten.

Kennen Sie Ignatius von Loyola? Vor kurzem hat ein Jubiläumsjahr in Erinnerung an ihn begonnen. Vor 500 Jahren wurde er in kriegerischen Auseinandersetzungen verletzt. Zurückgeworfen auf sich selbst in seinem langen Genesungsprozess hat sich ein neuer Weg für ihn aufgetan, eine neue Beziehung zu Gott ist gewachsen – eine Lebenswende. Aus seinen intensiven Erfahrungen sind die geistlichen Übungen entstanden, auch Exerzitien genannt. Heute laden Exerzitien ein, sich auf den Weg nach innen zu machen, zu mir selbst, zu Gott, der in mir lebt und wirkt. Auf einem solchen Weg ist es gut von einem erfahrenen Menschen begleitet zu sein, um im Gespräch manches klarer wahrnehmen zu können.

Der Rückzug in ein Kloster, an einen abgeschiedenen Ort kann dazu hilfreich sein. Exerzitien sind aber auch im Alltag möglich: im stillen Kämmerlein, in der Natur, beim Treffen in der Gemeinschaft, im Gespräch mit einem/r Begleiter/in.

Die Ausbildung zur Begleitung von solchen Exerzitien im Alltag hilft, verschiedene Gebetsweisen kennen zu lernen und einzuüben, eigene spirituelle Erfahrungen mit anderen auszutauschen, selber Wege nach innen zu gehen und sie zu reflektieren, um dadurch sensibel zu werden, für die Begleitung anderer Menschen. Schwerpunkte der Ausbildung sind Selbsterfahrung, Inhal­te ignatianischer Exerzitienspiritualität, die Teilnahme an einwöchigen Exerzitien und eine Praxisphase.

Voraussetzungen: sich auf einen spirituellen Prozess einlassen, an allen Modulen teilnehmen, grundlegende Kenntnisse in Gesprächsführung und psychische Stabilität und Belastbarkeit. Ein Vorgespräch mit der Kursleitung ist vorgesehen.

„Mit dieser Ausbildung konnte ich meinen spirituellen Weg vertiefen. Bereichernd waren das Einüben einer regelmäßigen meditativen Gebetspraxis sowie das Erwerben und Vertiefen von Fähigkeiten zum Begleiten anderer Menschen, um gemeinsam einen Weg zu mehr Freude und Leben(digkeit) zu gehen.“ So schreibt Sylvia Ströbitzer, die am letzten Ausbildungskurs teilgenommen hat.

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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