Susanne Kummer setzt sich für Bildung von Frauen ein
Mit „MIRIAM“ unterwegs in Guatemala

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Seit knapp 20 Jahren lebt die gebürtige Kärntnerin Susanne Kummer in Guatemala. Mit dem Projekt „MIRIAM“ setzt sie sich nicht nur für die Bildung von Frauen ein, sondern gibt auch Opfern von Gewalt die Chance auf ein neues Leben.
von Carina Müller

„Eigentlich sollte ich ja nach Afrika gehen“, erzählte Susanne Kummer auf die Frage, wie sie denn nach Guatemala gekommen sei. Doch das Schicksal wollte es anders. Während ihres Studiums der Politikwissenschaften und Afrikanistik in Wien verliebte sie sich in einen Guatemalteken und kam schon in Österreich mit dem Bildungsprojekt „MIRIAM“ in Kontakt. „Mein Mann wollte wieder zurück in seine Heimat. Zuerst sind wir noch 17 Jahre in Österreich geblieben. 2003 bekam ich aber die Chance, die Projektkoordination bei ‚MIRIAM‘ zu übernehmen, diese habe ich ergriffen.“ Nun ist Kummer seit knapp 20 Jahren in Guatemala und verändert täglich das Leben junger Frauen: „‚MIRIAM‘ vergibt Stipendien, um Frauen einen Zugang zu höherer Bildung an Universitäten zu ermöglichen – der Schwerpunkt liegt auf den indigenen Frauen. Seit drei Jahren arbeiten wir mit Bruder und Schwester in Not zusammen, – dort kann man direkt für MIRIAM spenden. Neben den Stipendien bekommen die Frauen politische Bildung und Genderbildung.“ Mithilfe dieser Studentinnen werden jedes Jahr Hunderte Frauen zu Gemeindepromotorinnen ausgebildet, um in den Dörfern Gewaltprävention zu betreiben. Die Arbeit mit Opfern von Gewalt ist auch ein Teil des Projektes: „Meist sind es Mädchen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind. Sie bekommen eine umfassende psychologische Betreuung und die Möglichkeit, wieder in die Schule zu gehen. Auch im künstlerischen Bereich arbeiten wir mit ihnen. Ziel ist es, sich aus der Opferrolle zu befreien, selbst Wort zu ergreifen und zur Aktivistin zu werden.“ Das gemeinsame Arbeiten mit den Frauen ist ihr dabei am wichtigsten: „Ich habe viele verschüchterte Mädchen auf ihrem Weg aus der Krise begleitet und gesehen, wie sie zu erfolgreichen Frauen wurden. Das ist für mich das Schönste an dieser Arbeit.“

Sie wollen das Projekt unterstützen? Alles wichtige dazu finden Sie unter: www.miriam-guatemala.org oder der Website von Bruder und Schwester in Not.

Susanne Kummer
Autor:

Carina Müller aus Kärnten | Sonntag

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