Das []Kunstquadrat lädt auch im heurigen Jahr zum Kunstgenuss in die Stiftskirche ein
Blaues Licht bringt die Kraft des Glaubens zum Strahlen

TV-Simulatoren als Lichtquelle und Sinnbild für den persönlichen Glauben – zweintopf im Dom
  • TV-Simulatoren als Lichtquelle und Sinnbild für den persönlichen Glauben – zweintopf im Dom
  • Foto: Foto: Karl-Heinz kronawetter
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Unter dem klangvollen Titel „LUMEN/NUMEN“ präsentiert das Künstlerduo zweintopf in der Maria Saaler Stiftskirche eine Kunstinstallation der etwas anderen Art. Licht spielt dabei eine besondere Rolle.
von Katja Schöffmann

Drei in tiefem Blau strahlende Leuchtboxen mit TV-Simulatoren – meditativ und asynchron „erleuchten“ sie den sakralen Kirchenraum. Das Motto „LUMEN/NUMEN“ ist beim Künstlerduo zweintopf Programm. Das heurige Kunstprojekt in der Stiftskirche zu Maria Saal soll inspirieren und helfen, ein kreatives Bild auf den eigenen Glauben zu werfen.

Tiefe Bedeutung in der Religion
zweintopf – das sind Eva Pichler aus Judenburg und Gerhard Pichler aus Friesach. 2006 gegründet, stehen die beiden für Kunst sowohl im klassischen Ausstellungs-Setting als auch im öffentlichen Raum.
„LUMEN“ beschreibt die physikalische Einheit, die dem Licht eine Größe zuschreibt. Licht steht für die Symbolkraft von Anwesenheit. In Verbindung mit dem sakralen Kirchenraum erinnert das Ewige Licht den Gläubigen an die immerwährende und ununterbrochene Gegenwart Gottes. Die Installation mit dem flackernden Lichtspiel nimmt so gleichzeitig eine Beschützerrolle ein. Sie kann aber auch ganz nüchtern an die Privatsphäre zu Hause erinnern, wie z. B. an den abendlichen Fernsehabend.
„NUMEN“ wiederum bedeutet in der Theologie das Anwesendsein eines gestaltlos Göttlichen. Die Künstler interessiert dabei der Moment des Unkonkreten, des Immateriellen. Ausgedrückt werden soll dabei eine emotionale und persönliche Erfahrung des Göttlichen, frei von konkreten Formen oder Bildern.
In LUMEN/NUMEN kommt es zu einer Verschmelzung von Materiellem und Geistigem. Die Anwesenheit des Betenden und Andächtigen trifft dabei auf die Präsenz Gottes.

„Das DA von Gott wird verortet“
„Wir sehen uns in Städten immer die Kirchen an, weil uns diese Orte sehr interessieren“, so Gerhard Pichler. Seine Kollegin erklärt: „Wir arbeiten gerne mit banalen Geräten aus dem Alltag. Wir versuchen, etwas Ästhetisches darin zu finden. Unter der Empore im Dom ist es im November, Dezember eher finster. Wir setzen TV-Simulatoren ein, die mit Licht arbeiten.“ Die Geräte stammen aus der Sicherheitstechnik und „simulieren Anwesenheit. In Bezug auf Kirchen ist das für uns interessant. Über die Jahrtausende wollte man Orte schaffen, wo dieses ‚DA‘ von Gott verortet wird. Wie kann man ein Bild von so etwas schaffen? Wir arbeiten mit der Idee von so einer Darstellung.“ „LUMEN ist der technische Begriff, und NUMEN meint etwas, das man nicht fassen kann, was nicht stofflich ist. Daher gefällt es uns, dass man in Simulatoren alles Mögliche legen kann, warum nicht auch etwas Göttliches?“, unterstreicht Eva Pichler. Das [ ] Kunstquadrat ist die jährlich stattfindende Kunstpräsentation des Katholischen Akademikerverbandes Kärnten in Zusammenarbeit mit der Pfarre Maria Saal. Zu sehen noch bis 21. November. Infos zu zweintopf unter www.zweintopf.net

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Sonntag Redaktion aus Kärnten | Sonntag

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