80 Jahre Sonntag
So feierte die Kärntner Kirchenzeitung
- hochgeladen von Carina Müller
Zum Jubiläum des „Sonntag“ machten sich Redaktion sowie Leserinnen und Leser auf zu einem besonderen Ausflug ins Metnitztal: ein Nachmittag voller Begegnungen und (kirchen-)geschichtlicher Einblicke. Alexandra Hogan
Seit 80 Jahren gibt es die Kärntner Kirchenzeitung „Sonntag“ und mit ihr wöchentliche Berichte dazu, was sich in der Diözese tut und wer die Menschen sind, die die Kirche in der Region tragen und lebendig halten. Für das Redaktions-Team und Heraus-
geber und Ordinariatskanzler Jakob Ibounig war das Jubiläum der ideale Anlass, rund 50 treue Leserinnen und Leser im Zuge eines Ausflugs ins Metnitztal kennenzulernen.
Kirchenräume zum Auftakt
Gemeinsam ging es vergangenen Samstagnachmittag mit dem Bus vom Diözesanhaus in Klagenfurt nach Grades, wo der erste Halt bereits ein geistliches und kunsthistorisches Highlight versprach: die Kirche St. Wolfgang. Herausgeber Jakob Ibounig führte die Gruppe durch den Sakralraum, lenkte die Blicke auf den prachtvollen spätgotischen Flügelaltar und erklärte zudem, welche Heiligendarstellungen in dem beeindruckenden Metnitztaler Gotteshaus zu sehen sind.
Zur gemeinsamen hl. Messe fand sich die Gruppe in der dem hl. Andreas geweihten Pfarrkirche Grades ein. Nach dem Gottesdienst führte der Weg nur wenige hundert Meter weiter: zum Schloss Grades, das über lange Zeit kirchlicher Besitz gewesen war und vor zehn Jahren von Constantin Staus-Rausch gekauft wurde.
Ein Schloss mit Geschichte(n)
Schon vor den Mauern des Anwesens wartete der Schlossherr persönlich – ein charismatischer Gastgeber, der die „Sonntag“-Gruppe sofort in die Welt des jahrhundertealten Gebäudekomplexes hineinnahm. Mit lebhaften Anekdoten erklärte er die Umgebung, verwies auf den nahegelegenen Ort des früheren Richtplatzes und gab Einblicke in die Vergangenheit des Areals, bevor es hinein in das Schloss ging.
Mit Feinsinn und Humor erzählte Staus-Rausch über seine „Liebesgeschichte“ mit dem alt-
ehrwürdigen Gebäude: Im August waren es zehn Jahre, seit der gebürtige Wiener das Schloss gekauft und umfassende Revitalisierungsarbeiten begonnen hatte – Stein für Stein, Raum für Raum. Besonders eindrucksvoll präsentierten sich die Fromiller-Fresken, die barockisierte Kapelle, dem hl. Josef geweiht, und die vielen sorgfältig restaurierten Elemente, die dem Schloss seine historische Seele zurückgeben. Dass die Kapelle zuerst saniert wurde, hatte übrigens einen pragmatischen Grund: Ohne die statische Sicherung dieses Raumes wäre an eine umfassende Renovierung gar nicht zu denken gewesen.
Gemeinsamer Ausklang
Nach der kulturhistorischen Entdeckungsreise durfte auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Im gemütlichen Rahmen traf sich die Gruppe schließlich zu Brötchen, Prosecco, Kaffee und Kuchen – letztere gebacken von Staus-Rausch‘ Lebensgefährtin Anna. Ganz nebenbei verrieten die beiden, dass ihre Hochzeit im kommenden Jahr im Schloss stattfinden wird – ein Detail, das die Stimmung noch ein wenig herzlicher machte.
So klang ein Tag aus, der Kunst, Kirche, Gemeinschaft und persönliche Begegnungen ideal verband. Eine Jubiläumsreise, die zeigte, wie lebendig und verbindend 80 Jahre Kirchenzeitung sein können – und wie inspirierend es ist, gemeinsam unterwegs zu sein.
Autor:Carina Müller aus Kärnten | Sonntag |
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