24. Oktober: Weltmissionssonntag
Pakistan: Im Einsatz für die Ärmsten

Dieser Sonntag ist „Sonntag der Weltmission“. „Missio“, bittet um Unterstützung für die Mission – diesmal im Besonderen für die Leprahilfe und gegen die Kinderarbeit in Pakistan.
von Anna-Maria Bergmann-Müller

Am kommenden Sonntag sind weltweit mehr als eine Milliarde Katholiken und Katholikinnen aufgerufen, für die Gläubigen in den ärmsten Diözesen der Welt zu beten. Mit Spenden kann die Kirche den Menschen vor Ort direkt helfen und so pastorale und soziale Projekte umsetzen. Die Missio-Sammlung zum Weltmissionssonntag ist somit die größte Solidaritätsaktion der Welt. Papst Franziskus betont in diesem Zusammenhang, dass gerade in Zeiten der Corona-Pandemie die Kirche eine weltweite Gemeinschaft sein sollte.
Im Fokus der diesjährigen Missio-Sammlung steht als Beispielland Pakistan. Anlässlich des Weltmissionssonntags konnte der Kärntner Missio-Direktor P. Hanzej Rosenzopf einen besonderen Gast aus Pakistan im Diözesanhaus in Klagenfurt begrüßen: Mervyn Francis Lobo. Er arbeitete 27 Jahre lang an der Seite der legendären Ärztin und Ordensfrau der „Gesellschaft der Töchter vom Herzen“, Ruth Pfau. Im Rahmen einer Dialogpredigt mit P. Rosenzopf erzählte er von seinem Kampf gegen die Lepra und wie es gelingen kann, die Lebensperspektiven dieser Menschen zu verbessern.
Ein Blick zurück: Nach einem Besuch in den Slums von Karachi begann Ruth Pfau im Jahr 1960 ihre Arbeit mit den Ärmsten der Armen, den Leprakranken. Sie kümmerte sich beispiellos um Kranke und Ausgestoßene. Für ihr Engagement wurde sie vielfach ausgezeichnet. Nach ihrem Tod 2017 führt das „Marie Adelaide Lepra-Zentrum“ die Arbeit fort. Mervyn Lobo ist dort seit 1990 tätig. Mittlerweile leitet er das Lepra-Zentrum.
„Pakistan hat dank dieser wertvollen Einrichtung die Infektionskrankheit Lepra seit Jahren unter Kontrolle“, berichtet Lobo. Das„Marie Adelaide-Lepra-Zen-trum“ betreibt Gesundheitsaufklärung, bildet Fachkräfte aus und unterhält ein landesweites Netz von 157 Ambulanzstationen für die Leprabekämpfung. Aber auch andere Krankheiten werden behandelt, Tuberkulose z. B. und jetzt auch Corona.
Missio Österreich unterstützt darüber hinaus eine Organisation in Pakistan, die kostenlose Näh-, Strick- und Computerkurse anbietet. In Pakistans Ziegeleien arbeiten auch Kinder mit. In einem System der Schuldknechtschaft sind sie gefangen. Erstmals erhalten sie nun die Chance, Unterricht zu erhalten, um aus dem System ausbrechen zu können. Missio unterstützt auch den Neubau einer Kirche.
Dieser Ausgabe des „Sonntag“ liegt ein Erlagschein bei. Mit der Bitte um Ihre Unterstützung!

Autor:

Gerald Heschl aus Kärnten | Sonntag

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