PANNONISCHES
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Fußnoten zu Fasching. Humor ist keine Stärke aller. Das Burgenland, ein schmaler Landstrich im Osten, Österreich, wie man es sich nicht vorstellt: Keine Schihütten, keine Alpenromantik, keine Goldhauben, keine Lederhosen, keine Bergseen. Aber eine Lacke, der See, das Meer der Wiener, die sich mit Wein und anderem eindecken, möglichst gratis. Die pannonische Küche ist ein Ereignis: viel und fett. Die Burgenländer kochen nicht gerne, sie essen gerne, sogar in den Restaurants der Möbelriesen. Die Leberkäsesemmel beim Einkauf, der Schnellimbiss im Auto, das Wiener Schnitzel sind gourmetverdächtig, frisch geliefert, gebrauchsfertig. Beim Festmahl wird Suppe mit Leberknödel und Frittaten, auch Cremiges serviert. Die Hochzeitsbäckerinnen haben zu tun. Man arbeitet im Wald, Holz ist den Burgenländern heilig, auch das Grundstück. Die Sonnenbrille gehört zum Accesoire, getragen im Haar und auf der Kappe. Deutsch, Ungarisch, Kroatisch, Romanes reden sie, etwas anders als anderswo, dazu Hianzisch, nordwärts Slowakisch bei den Neuen. Gerne führen sie zwei Vornamen, sie sparen ab Monatsmitte und lieben Kredite. Sie sind modern, auch bei den Autos. Und: Sie sind Kinder Gottes.
P. Karl Schauer OSB
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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