DENK_MAL
Kleine Lichter, die tief in uns wirken
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Advent, das ist die Zeit, in der sich bei vielen Menschen emotional eine Mischung aus erwartungsvoller Freude und unausweichlichem Stress einstellt. Aber ganz ohne Stress wäre es auch nicht das Wahre. Schließlich will man spüren, dass da etwas Besonderes bevorsteht, auf das hin wir uns vorbereiten. Kaum jemand kann sich dem, was da in der Luft liegt, entziehen. Bei allem Trubel spüren wir zwischen den Weihnachtsmärkten und Adventkonzerten, zwischen der Müdigkeit in der Rorate und dem Abarbeiten von To-Do-Listen eine Geborgenheit, die uns zart berührt.
Woher kommen diese warmen, feinen Gefühle, die nicht unbedingt einer Vorfreude auf ein großes Fest zuzuordnen sind? Ich denke, es sind die vielen kleinen Lichter, die im Advent das Warten so sanft begleiten. Ja, später, da kommt der alles überstrahlende Stern von Bethlehem. Aber auch der klescht sein Licht nicht wie ein Super-Schweinwerfer auf den Stall. Sein Strahlen erwächst aus dem zarten Umschmiegen der Krippe mit dem Kind. Nicht die großen, intensiven Lichtquellen wecken in uns das Gefühl der Geborgenheit und Liebe. Es sind die vielen kleinen Lichter, die gut tun.
Ist das nicht im übertragenden Sinn oft so im Leben?
Regina Petrik
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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