DIÖZESE_EISENSTADT
Verleihung diözesaner Auszeichnungen im Bischofshof
- Bischof Ägidius ehrte zu Martini Menschen aus verschiedenen Konfessionen und Einsatzgebieten.
- Foto: Anneliese Rothleitner-Reinisch
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Dank und Anerkennung für beispielhaftes Wirken im Geist des heiligen Martin
Die Verleihung diözesaner Auszeichnungen am 9. November im Bischofshof Eisenstadt brachte Dank und Wertschätzung für Personen, die sich in besonderer Weise um die Kirche und die Menschen im Burgenland verdient gemacht haben.
Den St. Martins-Orden in Gold erhielt Dr. Johann Kirisits aus Oberwart, der für sein langjähriges Engagement im Verein Kastell Dornau geehrt wurde. Als Obmann und medizinischer Leiter führte er die Einrichtung für Menschen mit Behinderungen, initiierte Modernisierungen und setzte die individuellen Bedürfnisse der Bewohner:innen in den Mittelpunkt. Mit der Verleihung des Ehrenzeichens würdigt die Diözese sein vorbildliches Wirken im Geist christlicher Nächstenliebe.
Annemarie Pronegg aus Großpetersdorf erhielt den St.-Martins-Orden in Gold für ihr jahrzehntelanges Engagement in der Kinder- und Jugendhilfe sowie für Menschen in seelischer Not. Sie gründete 1980 die sozialtherapeutische Wohngemeinschaft Pronegg, die über fast vier Jahrzehnte Kinder und Jugendliche begleitete, ihnen Geborgenheit und Perspektiven schenkte und auf heilende Kräfte des Glaubens setzte. Wallfahrten und internationale Friedensinitiativen zeugen von ihrem Einsatz für Verständigung und Hoffnung.
Pfarrer Dr. Gerhard Harkam, Geschäftsführer des Concentrums Stadtschlaining, wurde für sein Wirken in der Ökumene und im interreligiösen Dialog geehrt. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Concentrum zu einem Forum des Austauschs zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religionen. Mit Sensibilität und unermüdlichem Einsatz baute er Brücken, schuf Räume des Vertrauens und gestaltete christliche Geschwisterlichkeit sichtbar.
Mag. Ingrid Tschank, evangelische Pfarrerin in Gols, erhielt den St.-Martins-Orden in Gold für ihr Engagement in der Ökumene. Seit ihrer Ordination 1999 baut sie Brücken zwischen Konfessionen, organisiert gemeinsame Gottesdienste, die Gebetswoche für die Einheit der Christen und ökumenische Trauungen. In Gols hat sie Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung etabliert, geleitet von dem Glauben, dass mehr verbindet als trennt.
Präsidentin a. D. Friederike Pirringer, Rotes Kreuz Burgenland, wurde für ihr jahrzehntelanges Wirken im Dienst der Nächstenliebe ausgezeichnet. Als Pädagogin, Direktorin und schließlich Präsidentin des Roten Kreuzes prägte sie das Hilfswerk mit Herz, Klarheit und Menschlichkeit. Ihr Engagement brachte Menschen zusammen, stärkte Ehrenamt und Hauptamt und lebte die Werte des heiligen Martin – Aufmerksamkeit für die Not des Nächsten, Hilfsbereitschaft und gelebten Glauben.
Den St.-Martins-Orden in Gold erhielt schließlich Hofrat Dr. Karl Mitterhöfer, Präsident des Landesgerichts Eisenstadt a. D., für seine jahrzehntelange Arbeit in der Rechtsprechung. Über 33 Jahre war er Richter und seit 2010 Präsident des Landesgerichts. Sein Wirken war von Integrität, Pflichtbewusstsein und einem christlichen Menschenbild geprägt. Mit Augenmaß, Gerechtigkeit und Menschlichkeit trug er Verantwortung und setzte sich für die Menschen ein, die auf das Rechtssystem angewiesen waren. Die Diözese würdigt sein Lebenswerk als Zeichen höchster Anerkennung und Dankbarkeit.
Die Verdienstmedaille der Diözese Eisenstadt in Gold erhielt Schulrat Franz Flasch aus Unterrabnitz. Mit großer Dankbarkeit würdigt die Diözese sein jahrzehntelanges Engagement für die Pfarre Unterrabnitz. 44 Jahre im Pfarrgemeinderat, davon 29 Jahre als Ratsvikar, 26 Jahre als Organist, 40 Jahre als Chorleiter und über 60 Jahre als treuer Chorsänger spiegeln eine außergewöhnliche Lebensleistung wider. Stets bereit, Verantwortung zu übernehmen, prägte er mit Tatkraft, Glaubenstreue und menschlicher Wärme das Gemeindeleben. Seine Liebe zur Liturgie und musikalische Kompetenz haben Generationen geprägt. Bereits mit dem Martinsorden in Silber 2011 und in Gold 2017 geehrt, erhält Herr Flasch nun die Verdienstmedaille in Gold als erneutes Zeichen der Anerkennung für sein segensreiches Wirken.
Den St.-Martins-Orden in Silber verlieh der Bischof an Otto Fruhmann, ebenfalls aus Unterrabnitz. Er hat sich der Geschichte seiner Heimatpfarre gewidmet und anlässlich des 600-jährigen Bestehens der Pfarre ein wertvolles Buch geschaffen: „Eine Kirche auf einem Berg“. Das Werk dokumentiert nicht nur die geschichtliche Entwicklung, sondern vermittelt auch die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Kirche. Seine Arbeit stärkt die Erinnerungskultur und das kirchliche Leben und macht die Pfarre Unterrabnitz als Ort lebendigen Glaubens sichtbar.
Hofrat Mag. Walter Roth aus Pama wurde mit dem St.-Martins-Orden in Silber ausgezeichnet. Früh von Don Bosco geprägt, gestaltete er die Katholische Jugend in Pama, schuf Begegnungsräume und organisierte Veranstaltungen für junge Menschen. Sein Engagement setzte sich über Jahre fort – als Firmhelfer, Pfarrgemeinderatsmitglied und Gestalter des pfarrlichen Lebens. Als Direktor des Gymnasiums Neusiedl am See förderte er den Religionsunterricht, begleitete die Maturant:innen im Glauben und pflegte den grenzüberschreitenden Dialog mit der Slowakei. Mit der Verleihung des Martinsordens in Silber würdigt die Diözese sein langjähriges, vielschichtiges Wirken im kirchlichen, schulischen und europäischen Kontext.
Dr. Gabriele Kindshofer erhielt den St.-Martins-Orden in Silber für ihre Arbeit als Leiterin der Diözesanen Ombudsstelle gegen Missbrauch und Gewalt seit 2010. In großer Unabhängigkeit und mit fachlicher Kompetenz begleitet sie Betroffene, setzt sich für Aufklärung und Prävention ein und trägt wesentlich dazu bei, dass die Kirche ein Raum des Vertrauens bleibt. Ihr Engagement ist ein stilles, aber bedeutendes Zeugnis gelebter Nächstenliebe und Versöhnung.
FJR
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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