ÜBER_BLICK
Trump attackiert Papst Leo XIV.

Papst Leo XIV. in Algerien. 
 | Foto: APA / AFP / Alberto Pizzoli
  • Papst Leo XIV. in Algerien.
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US-Präsident Donald Trump hat Papst Leo XIV. in einem nächtlichen Truth-Social-Posting scharf angegriffen. Der Papst sei „schwach im Umgang mit Kriminalität und eine Katastrophe in der Außenpolitik“.

Zudem schrieb Trump: „Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan.“ Der Präsident warf dem Kirchenoberhaupt vor, politisch voreingenommen zu sein: „Leo sollte dankbar sein“, er sei nur gewählt worden, weil er Amerikaner sei und man sich davon bessere Beziehungen zu Trump erhofft habe. Weiter erklärte er: „Ich will keinen Papst, der es für in Ordnung hält, dass der Iran Atomwaffen besitzt“, und kritisierte dessen Haltung zur US-Außenpolitik und zu Venezuela. Trump warf dem Papst vor, der Kirche zu schaden: Er solle „aufhören, der radikalen Linken nach dem Mund zu reden“. Trump postete auch ein bizarres KI-generiertes Bild, das den US-Präsidenten offenbar als christusähnlichen Erlöser darstellen sollte.

TRUMP MISSBRAUCHT DAS EVANGELIUM
Am Montag trat Papst Leo XIV. seine 11-tägige Afrikareise an. Auf dem Weg nach Algerien wies er noch im Flugzeug Trumps Kritik zurück. „Ich fürchte weder die Trump-Regierung noch das offene Aussprechen der Botschaft des Evangeliums“, sagte er vor Journalist:innen. Er sei kein Politiker und wolle sich nicht auf eine Debatte mit Trump einlassen. „Aber wir glauben als Friedensstifter an die Botschaft des Evangeliums.“ Diese Botschaft sollte nicht missbraucht werden, „wie es manche tun“, so der erste US-Amerikaner im Papstamt. „Ich spreche mich weiterhin entschiedengegen den Krieg aus, setze mich für Frieden ein und fördere Dialog sowie Multilateralismus zwischen Staaten, um Lösungen für Probleme zu finden.“ Zu viele Menschen müssten heute leiden, zu viele Unschuldige würden getötet. „Ich glaube, jemand muss aufstehen und sagen, dass es einen besseren Weg gibt“, unterstrich Leo XIV. Seine Botschaft sei immer gewesen, den Frieden zu fördern, erklärte das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken. Dies sage er allen Staats- und Regierungschefs der Welt, nicht nur Trump. Er werde dies weiterhin tun.

FRIEDENSVIGIL AM WOCHENENDE
Die Äußerungen Trumps erfolgen nach wiederholter Kritik des Papstes an Kriegspolitik und US-Regierung. Etwa hatte er bei einer Friedensvigil im Petersdom am Samstagabend scharfe Worte gegen Machtstreben und Selbstüberhöhung gefunden. „Wer seine Macht zum Götzen macht, dient dem Tod“, warnte er. „Schluss mit der Selbstvergötterung und mit der Vergötzung des Geldes! Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg!“ Wahre Stärke zeige sich hingegenim Dienst am Leben.

KATHPRESS/AME

Autor:

martinus Redaktion aus Burgenland | martinus

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