Einzigartig in Österreich: Berufsbegleitendes Studium für den katholischen Religionsunterricht
Traumberuf ReligionslehrerIn

Religionslehrer werden. Die Studierenden des derzeit laufenden ersten Durchgangs an ihrem ersten Studientag mit Institutsleiter Franjo Vidovic und Vizerektor Friedrich Rinnhofer (links) sowie mit den Hochschulprofessoren Roswitha Pendl-Todorovic und Johannes Thonhauser (rechts).
  • Religionslehrer werden. Die Studierenden des derzeit laufenden ersten Durchgangs an ihrem ersten Studientag mit Institutsleiter Franjo Vidovic und Vizerektor Friedrich Rinnhofer (links) sowie mit den Hochschulprofessoren Roswitha Pendl-Todorovic und Johannes Thonhauser (rechts).
  • Foto: KPH Graz
  • hochgeladen von Gerald Gossmann

Es gibt hierzulande Bedarf an Religionslehrern. Seit kurzem ist ein berufsbegleitendes Studium im Burgenland möglich. Im Herbst beginnt ein neuer Kurs.

Seit vergangenem Wintersemester gibt es die Möglichkeit Katholische Religion berufsbegleitend zu studieren. Das Studium kombiniert das Unterrichtsfach für die Sekundarstufe mit einer Spezialisierung für die Primarstufe. Die AbsolventInnen haben danach die Möglichkeit in allen Schulen – von der Volksschule bis zur Matura – Religion zu unterrichten.

Quereinsteiger. „Für mich ist diese Form des Studierens ideal“, sagt Julia Zörner aus der Weststeiermark, die dieses Studium im Oktober begonnen hat. „So kann ich mich neben meiner Arbeit im Handel für eine neue berufliche Schiene qualifizieren.“ Auch Markus Stelzer aus dem Burgenland hat diese neue Studienmöglichkeit gewählt. Er arbeitet bereits als Religionslehrer, allerdings nur in Pflichtschulen. „Mit diesem Studium stehen mir dann alle Schulstufen bis zur Matura offen.“ Durch den Besuch der Lehrveranstaltungen könne er bereits jetzt Rückschlüsse auf seine eigene Unterrichtstätigkeit ziehen. Das Studium wird von der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH Graz) mit ihren Standorten in Graz und Klagenfurt in Kooperation mit der Theologischen Fakultät der Universität Graz und der Pädagogischen Hochschule Burgenland angeboten. „Durch die Zusammenarbeit der drei Institutionen ist das Angebot für Studierende aus Kärnten, Steiermark und Burgenland attraktiv“, sagt Institutsleiterin Renate Wieser von der KPH Graz. Eine Besonderheit dieser Studienform besteht darin, dass bis zu 50 Prozent der Lehrveranstaltungen mit virtueller Lehre abgedeckt werden. So verringern sich die Zeiten der Anwesenheit im Hörsaal. Die Lehrveranstaltungen finden vereinzelt in Klagenfurt oder Eisenstadt statt, der überwiegende Teil an der Universität in Graz.

Im Herbst 2020 startet ein zweiter Durchgang, der für drei Zielgruppen interessant ist: Quereinsteiger aus anderen Berufen, die nach dem üblichen Zulassungsverfahren für das Lehramt das Studium absolvieren; oder Studierende, die schon zwei Fächer studieren und noch ein drittes Fach hinzufügen wollen; oder LehrerInnen, die bereits im Beruf stehen und ihre berufliche Qualifikation um ein weiteres Fach erweitern möchten.
„Als Studium für zukünftige ReligionslehrerInnen ist es in dieser Organisationsform einzigartig in Österreich“, betont Friedrich Rinnhofer von der KPH Graz. Auch im Entwicklungsverbund Süd-Ost ist es das einzige Lehramtsstudium im Bereich der Sekundarstufe Allgemeinbildung, das berufsbegleitend angeboten wird. Die Anmeldung zum Zulassungsverfahren ist bis 30. Juni möglich. Für Julia Zörner und Markus Stelzer stehen in diesem Semester unter anderem Lehrveranstaltungen zur Bibel und über wissenschaftliches Arbeiten auf dem Programm. „Das Studium ist schon eine große Herausforderung“ sind sich die beiden einig. Aber ihr Engagement wird sich lohnen, denn zurzeit gibt es in allen drei Bundesländern – auch im Burgenland – Bedarf an Religionslehrerinnen und -lehrern.

INFO & ANMELDUNG

Bachelorstudium: 8 Semester.
Masterstudium: 4 Semester.

Zulassung für NeueinsteigerInnen: Allgemeine Universitätsreife bzw. Studienberechtigungsprüfung und positive Absolvierung des mehrstufigen Aufnahmeverfahrens.

Anmeldung bis 30. Juni über: www.zulassunglehramt.at

Information: Harald Mandl, Institutsleiter für Religionspädagogik und Diversität, Tel: 05/9010-3060, email: harald.mandl@ph-burgenland.at

Autor:

Gerald Gossmann aus Burgenland | martinus

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